Stadtrat Selb Neubau für die „Tauer-Bridge“

Wohl einen Neubau wird es für die Fußgängerbrücke über den Selbbach, die „Tauer-Bridge“ geben müssen. Foto: /Florian Miedl

Über kurz oder lang wird die Fußgängerbrücke über den Selbbach wohl erneuert werden müssen. Erst danach soll der Parkplatz im Färbergässchen an die Reihe kommen.

Eigentlich sollte der Selber Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss zur Asphaltierung des Parkplatzes im Färbergässchen fällen. Allerdings wurde daraus nichts, denn die Situation ist komplizierter als gedacht.

Das Färbergässchen ist der kleine Weg, der sich zwischen dem Eiscafé „Cortina“ und dem Gebrauchtwarenhaus „Sultan“ und über den Parkplatz dahinter zieht und schließlich als Fußgängerbrücke, scherzhaft auch „Tauer-Bridge“ genannt, über die Selb führt. Bei innerstädtischen Festen, zum Beispiel dem Porzellinerfest, steht auf dem Parkplatz der Toilettenwagen, für den ein Abwasseranschluss an dem vorhandenen Kontrollschacht vorgesehen werden sollte, hieß es in der Vorlage der Verwaltung. Ein Teil der Fläche sollte neu asphaltiert, die Beschilderung der Parkplätze erneuert werden.

In einer beabsichtigten Aufwertung durch Asphaltierung sah zweiter Bürgermeister Carsten Hentschel (CSU) einen Widerspruch. Man solle doch einen hochwertigeren Bodenbelag ins Auge fassen. Immerhin hätten dort private Investoren für eine schöne Entwicklung gesorgt.

Parkplatz später

SPD-Fraktionssprecher Walter Wejmelka sagte dazu, dass nach seinem Kenntnisstand auch bei der Fußgängerbrücke über den Selbbach einiges im Argen liege. Falls die neu gebaut werden müsse, wäre es doch sinnvoll, den Parkplatz erst danach herzurichten. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch räumte ein, dass eine interne Prüfung der Brücken in Selb unter anderem ergeben habe, dass bei der Selbbachbrücke über kurz oder lang ein Neubau anstehe.

Wolfgang Kreil, Sprecher der CSU-Fraktion, schlug vor, in dieser Sitzung keine Entscheidung zu treffen, sondern das Thema nach einer Überarbeitung durch die Verwaltung erneut zu beraten. Dem schloss sich der Stadtrat an. Auf Nachfrage sagte Oberbürgermeister Ulrich Pötsch, dass im Rathaus ein Treffen anberaumt sei, um das weitere Vorgehen zu klären, gerade auch im Hinblick auf die Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen im kommenden Jahr. Möglicherweise könne man eine Übergangslösung ins Auge fassen.

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