Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften. Selten traf diese sportartenübergreifende Regel so sehr zu wie bei der Spielgemeinschaft aus dem ASV Stockenroth und dem FC Zell. Der frischgebackene Meister der A-Klasse Frankenwald Süd stellt gemessen an den Torerfolgen (53) nämlich nur den neuntbesten Angriff aller 13 Ligateams. Die Reserve des Zweitplatzierten, SG Gefrees/ Streitau (87), und des Dritten, FC Waldstein (89), sind verglichen dazu echte Torfabriken. Doch in Sachen defensiver Stabilität machten den Stockenrother und Zellern keiner etwas vor, was läppische neun Gegentreffer in 23 Saisonspielen eindrucksvoll beweisen – sicherer ist wohl nur die Bank von England. Nach der Winterpause fing sich die Mannschaft von Jürgen Seibel überhaupt nur noch ein einziges Gegentor in neun Partien, weshalb das 0:0 gegen die SG Gefrees/Streitau II am vergangenen Wochenende letztlich schon zum vorzeitigen Titelgewinn reichte.