Straßensanierung in Oberkotzau Mehr Grün und mehr Parkplätze

  Foto: dpa/Jens Büttner

Die Marktgemeinde Oberkotzau will die Baugenossenschaftsstraße neu gestalten. Die Fahrbahnbreite von vier Metern stößt im Bauausschuss auf Bedenken.

Oberkotzau - Die Marktgemeinde Oberkotzau lässt die Baugenossenschaftsstraße sanieren und neu gestalten; mehr Grün soll für einen freundlicheren Charakter sorgen, außerdem werden mehr Parkplätze geschaffen. Der Planungsentwurf hat nun im Bauausschuss Zustimmung erhalten; eine detaillierte Kostenermittlung soll folgen.

Alexander Vogel vom Bauamt erläuterte die Planungen. Die Parkbuchten sollen links und rechts zueinander versetzt angelegt werden. Dadurch müssten die Autofahrer langsamer und aufmerksamer fahren. Die Fahrbahn wird vier Meter breit; so sei auch Begegnungsverkehr möglich. Für das Grün sollen unter anderem einige Solitärbäume sorgen. Die Höhe der Bordsteine wird von zehn auf nur noch drei bis vier Zentimeter gesenkt. Damit seien sie auch für Rollatoren überwindbar. Völlige Barrierefreiheit sei nicht machbar.

Vogel sprach von einer „schlanken“ und vergleichsweise kostengünstigen Lösung, die die Straße aber deutlich aufwerten werde.

Mehrere Ausschussmitglieder gaben zu bedenken, dass die Fahrbahn mit vier Metern nicht sehr breit sei. Da könnte es im Begegnungsverkehr Probleme beispielsweise mit Fahrzeugen des Bauhofs oder auch mit Rettungsfahrzeugen geben. „Rettungssituationen sind immer ein Sonderfall“, erwiderte Alexander Vogel. Wenn man die Gestaltung von Straßen stets danach ausrichten würde, wären solche Maßnahmen kaum mehr möglich. Für Lastwagen würden ausreichend Freiflächen zur Verfügung stehen. Auf Anfrage von Johannes Schnabel (UWO) erklärte er, dass auch große Teile des Abwasserkanals ausgetauscht würden. Zum Thema Glasfaserverlegung werde die Gemeinde Kontakt zu Versorgern aufnehmen. Eine Einbahnstraßenregelung erachtete Vogel als nicht notwendig. Dem stimmte Erich Pöhlmann (CSU) zu. Pöhlmann erwähnte noch, dass es bei der Gestaltung der privaten Grünflächen vor den Häusern viel Verschönerungspotenzial gebe.

Bürgermeister Stefan Breuer erklärte, dass das Projekt noch in diesem Jahr erledigt werden soll.

 

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