Beim Bau künftiger überregionaler Gleichstromleitungen will der Freistaat auf den Vorrang der Erdverkabelung verzichten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung zur Entbürokratisierung und Modernisierung Bayerns an. Ziel sei es, den Leitungsbau schneller und kostengünstiger voranzubringen, erläuterte Söder im Landtag die Abkehr vom bisherigen Standard. Es gelte fortan der Grundsatz: „Überirdisch wo möglich, unterirdisch wo nötig.“ In besonders sensiblen Bereichen solle deshalb Erdverkabelung weiter möglich sein. Söder betonte, dass die Neuregelung auf bereits geplante oder im Bau befindliche Projekte wie den Südost-Link durch Oberfranken und die Oberpfalz noch keine Anwendung finden werde.