Suche nach Standort Wer verkauft fürs Schulzentrum?

Klassenzimmer zum Wohlfühlen – wie hier auf unserem Symbolfoto – sollen die Münchberger Schüler bekommen. Foto: adobe.com/Diana_Drubig

Münchberg plant einen Neubau für Grund- und Mittelschüler. Nun starten die Verhandlungen zum Standort.

Münchberg - Die Schule der Zukunft sieht in Münchberg so aus: Grund- und Mittelschüler lernen gemeinsam in einem modernen Gebäude. Die Weichen für das Großprojekt hat der Stadtrat Ende 2019 gestellt. Heuer findet sich im Haushalt der Posten „Weitere Planungen für den Schulhausneubau“. 200 000 Euro sieht die Stadt dafür vor. Was also sind die nächsten Schritte?

Wie eine Anfrage bei Bürgermeister Christian Zuber ergibt, sind die Mittel vorsorglich eingeplant. Denn noch wisse man nicht genau, wie man heuer mit dem Projekt voran komme. Knackpunkt sind die Grundstücksverhandlungen. Von ihnen hängt ab, wo das Schulzentrum entstehen wird. Welcher Standort am besten geeignet wäre, haben die Schulleiter und Stadträte über ein Punktesystem ermittelt. Im vergangenen Jahr bekamen sie einen „ganzen Katalog“ mit Grundstücksoptionen. Ihre Aufgabe bestand darin, die einzelnen Orte mit Punkten zu bewerten. So entstand eine Prioritätenliste. „Die Verwaltung wird die Eigentümer nun kontaktieren und schauen, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen Verkaufsbereitschaft besteht“, erklärt Zuber. Man befinde sich hier noch in einer frühen Phase, weshalb er keine Details zu den möglichen Standorten preisgeben wolle, um die Verhandlungen nicht zu gefährden.

Im Gespräch mit unserer Zeitung waren sich die Schulleiter im vergangenen Jahr einig darin, dass der Standort verkehrsgünstig liegen müsse, aber nicht zu weit ab vom Schuss sein dürfe, sodass Laufkinder ihre Schule gut erreichen. Udo Schönberger von der Grundschule wünscht sich modernen Unterricht mit „Lernlandschaften“ und mehr Platz, denn in der Kreuzbergschule stoße man räumlich an Grenzen.

Um Raumgrößen soll es laut Bürgermeister auch bei der Abstimmung mit dem Fördergeber gehen. Die Frage sei, welche Raumgrößen anerkannt werden und ob es aufgrund der Erfahrungen mit Corona eine Anerkennung für mehr Raumbedarf geben wird. „Deshalb beobachten wir die Entwicklung sehr genau“, sagt Zuber. Dabei komme dem Projekt zugute, dass er als Mitglied des Schulausschusses des bayerischen Städtetags nah dran sei und sozusagen an der Quelle sitze, wenn es neue Entwicklungen gibt.

Wann man in die genaue Planung und den Bau einsteigt, kann er noch nicht sagen. Das hänge stark von der Förderkulisse ab. Im vergangenen Jahr schätzten die Planer die Kosten auf 27,7 Millionen Euro.

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