Auch in der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (Debra) wurden die Produkte bei der Erhebung im März erstmals aufgenommen, wie Studienleiter Daniel Kotz mitteilt. Dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit liegen nach eigenen Angaben bislang keine Daten zur bundesweiten Verbreitung vor.
Wie schätzen Experten den Effekt bei Kindern und Jugendlichen ein?
Ähnlich wie bei Vapes wird bei Nikotinzahnstochern mit süßen Aromen und einer ansprechenden Aufmachung gelockt, wie Eckhardt vom BIÖG erläutert. "Das macht diese Produkte besonders für junge Menschen attraktiv."
"Meine Sorge ist, dass noch ein Produkt auf dem Markt ist, was Kinder und Jugendliche anspricht und Nikotin in deren tägliches Verhalten bringt", sagt Rabenstein. Denn das könne zu einem großen Suchtpotenzial führen. "Je früher eine Substanz in das jugendliche Gehirn gelangt, desto schwieriger ist es, diese wieder loszuwerden. Und desto mehr wird diese in das Verhalten und in die Biologie des Konsumenten integriert."
Ob sich die Nikotinzahnstocher langfristig durchsetzen, sei abzuwarten. "Ich kann keinen richtigen Trend sehen. Ich sehe nur, dass vor allem Vapes eine große Zunahme und Beliebtheit haben", sagt Rabenstein. Im Moment sei das noch ein Nischenprodukt. Aber: Die Nikotinzahnstocher seien "tatsächlich mehr präsent, als wir das erwartet hatten."