Südumgehung Münchberg Trasse wird Ende Juli fertig

Wo vor Kurzem noch Schluss war, rollt ab Juli der Verkehr. Foto: Patrick Findeiß/Patrick Findeiß

Auf der Baustelle der Südumgehung geht es gut voran. Wenn der Verkehr Ende Juli rollt, werden Straßen umgewidmet.

Münchberg - „Wenn das erste Fahrzeug über die Südumgehung rollt, erfolgen Umwidmungen von Straßen im Stadtgebiet.“ Bürgermeister Christian Zuber hat in der Sitzung des Stadtrats darüber informiert, dass man Ende Juli mit der Verkehrsfreigabe rechne. Der Bau des Lückenschlusses der Südumgehung geht mit großen Schritten voran. „Auf der Bautafel steht Oktober, aber die Zeit bis dahin braucht es nicht mehr.“

Zeitgleich mit der Freigabe erfolgen Auf- und Abstufungen von Bundes-, Staats- und Ortsstraßen; damit wechselt auch die jeweilige Bau- und Unterhaltslast. Frank Müller, der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, erläuterte anhand einer Karte, welche Straßen künftig wem gehören.

• Von der Ortsstraße zur Bundesstraße aufgestuft wird die südliche Entlastungsstraße von der Gemeindegrenze bei Wulmersreuth bis zur Stammbacher Straße. Die Bau- und Unterhaltslast geht von der Stadt auf den Bund über.

• Von der Bundesstraße zur Staatsstraße abgestuft werden die Bismarckstraße von der Ludwig-Zapf-Straße bis zur Bahnhofstraße; die Kulmbacher Straße von der Bahnhofstraße bis zur Stammbacher Straße; die Ganghoferstraße von der Ludwig-Zapf-Straße bis zur Austraße und die Austraße von der Ganghoferstraße bis zur Kirchenlamitzer Straße. Verantwortlich für den Unterhalt ist künftig das Staatliche Bauamt. Vorher war es der Bund.

• Von der Bundesstraße zur Ortsstraße abgestuft werden die Kulmbacher Straße von der Stammbacher Straße bis zur südlichen Entlastungsstraße und die Kirchenlamitzer Straße von der Wilhelmstraße bis zur Straße „Am Eibenberg“. Hier fällt die Bau- und Unterhaltslast vom Bund an die Stadt Münchberg.

Bürgermeister Christian Zuber unterrichtete das Gremium, dass sich das staatliche Bauamt und die Stadt darauf geeinigt hätten, keine bauliche Schlussinstandsetzungen vorzunehmen. Ein externes Ingenieurbüro sei beauftragt, sämtliche von der Umstufung betroffenen Straßen zu begehen, Schäden zu dokumentieren und den Sanierungsaufwand zu kalkulieren. Die Stadt erhalte einen finanziellen Ausgleich, um Sanierungen in eigener Verantwortung durchzuführen. Zuber verwies darauf, dass man sich bewusst für dieses Prozedere entschieden habe, da man vermutlich Versorgungsleitungen erneuern und auch in Gehwege investieren müsse. Außerdem wolle man die Anlieger einbinden. Der Stadtrat stimmte dem zu.

CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Schnurrer interessierte, ob es schon Pläne dafür gibt, wann man welche Straße sanieren wolle. Zuber verneinte, meinte aber, dass man das „nicht ewig durch die Gegend ziehen kann“.

 

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