Janne Paul Schmidt von der Initiative Lahnwelle sieht weiter gute Chancen für das Vorhaben. Alle wichtigen Behörden seien bereits ins Boot geholt und man fühle sich auch aus der Gießener Stadtpolitik unterstützt. "Wir als Verein würden auch den Betrieb der Welle anbieten", so Schmidt.
Parallel zur Surfwelle werden auch Möglichkeiten für eine weitere, noch recht junge Wassersportart ausgelotet: Beim Pumpfoilen werden Surfbretter mit Unterwasser-Tragflügeln genutzt. Für die Fortbewegung sind weder Wind, Wellen noch Motor nötig, sie erfolgt allein durch Körperkraft. Aktuell werde eine Machbarkeitsstudie für einen Pumpfoil-Steg in der Lahn ausgeschrieben, so Labitzke. Auch diese Idee stamme von der Initiative Lahnwelle, sagt Schmidt.
Initiative in Kassel gescheitert
Auch in Kassel gab es einst die Idee einer Surfwelle - auf der Fulda. Die Initiative Fulle Welle hatte sich dafür jahrelang eingesetzt. Nach langer vergeblicher Standortsuche gab der Verein das Vorhaben aber vor knapp zwei Jahren auf und löste sich auf.
Wie die Stadt Kassel mitteilte, habe das Kasseler Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz den Verein damals bei planungsrechtlichen Fragestellungen und Standortsuche beraten und bei der Vermittlung zu Behörden unterstützt. "Es handelte sich um ein komplexes Projekt, bei dem am Ende genehmigungsrechtliche Anforderungen leider nicht vollständig geklärt werden konnten", erläuterte ein Sprecher.