Also das kann Fabian Müller nun wirklich nicht verstehen. Fassungslos liest der Pianist die Zeilen eines Leipziger Kritikers über die Aufführung von Johannes Brahms‘ erstem Klavierkonzert in d-Moll im Gewandhaus im Januar 1859. Eine „totale Componisten-Niederlage“ sei das gewesen. Von dem Konzert bleibe „eine Oede und Dürre, die wahrhaft trostlos ist“. Brahms‘ Stück – der Komponist hatte selbst den Solo-Part am Piano übernommen – habe „an keiner einzigen Stelle etwas Fesselndes und Wohlthuendes“. Dieser Musikkritiker, urteilt Fabian Müller, hätte „beruflich etwas anderes machen sollen“.
Symphoniker-Konzert Weil es richtig tief geht
Andrea Herdegen 24.02.2026 - 17:00 Uhr