Dazu gibt es eine Debitkarte, deren Umsätze direkt vom Konto abgebucht werden. Wichtiger Vorteil der Apps: Die Eltern können über einen eigenen Zugang gut verfolgen, wofür der Nachwuchs sein Taschengeld ausgibt, und können das Konto auch mal nachladen, wenn etwa im Rahmen einer Klassenfahrt oder Ferienfreizeit einmal etwas höherer Finanzbedarf besteht.
Auch eine elterliche Notbremse ist eingebaut: Die Debit-Karte lässt sich nämlich auch online einfrieren oder sperren. Die Apps ermöglichen es Kindern somit, im Verbund mit den Eltern ihre ersten Erfahrungen beim Banking zu sammeln.
Brutto, Netto, Finanzen – leicht erklärt
Nützlich kann es auch sein, den Nachwuchs dort abzuholen, wo er sich ohnehin ständig herumtreibt – in den sozialen Netzwerken. Auf Instagram, Tiktok oder Youtube kann man nämlich nicht nur sinnlos Zeit verplempern, sondern auch etwas lernen. Dafür sorgen sogenannte Finanz-Influencer wie Caminvesta oder Madame Moneypenny, die es schaffen, vermeintlich trockene Themen wie Altersvorsorge, Steuern und Aktien in kurzen Videos interessant zu verpacken.
Auch die Öffentlich-Rechtlichen haben in dieser Hinsicht ihren Bildungsauftrag erkannt und haben mit „Tomomi und das Geld“ ein an 9- bis 13-Jährige gerichtetes Videoformat ins Leben gerufen. Ob Mehrwertsteuer, Inflation oder Bruttoinlandsprodukt – in kurzen Videos erklärt Tomomi, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt.
Zu sehen sind die Filme auf kika.de, im KiKA-Player und in der ARD Mediathek. Wer es nicht digital möchte, kann natürlich auch auf Klassiker ausweichen: Brettspiele wie Monopoly helfen nämlich nicht nur dabei, verregnete Sonntagnachmittage rumzubringen – sie vermitteln ganz nebenbei auch wertvolle Finanzerfahrungen. Und auch wirtschaftspolitische Aspekte wie die Mietpreisbremse lassen sich trefflich erklären, wenn man gerade dem Mitspieler buchstäblich sein letztes Hemd geben muss, um die Miete für ein Hotel auf der Schlossallee zu berappen.