Zudem könnten Technologien bei der Verständigung helfen, nicht aber beim umfassenden Verstehen. "Solche Tools ersetzen weder eigenständiges Denken in der Fremdsprache noch interkulturelle Handlungsfähigkeit, rhetorische Kompetenz oder berufliche Diskursfähigkeit." Sprachkenntnisse seien bei echten menschlichen Begegnungen unersetzbar.
Konkurrenz setzt auf Apps und Hardware
Und wie sehen Wettbewerber das Thema? O2 und Vodafone haben so einen Assistenten nicht. Vodafone hält ihn nicht für nötig. KI sei schon heute fester Bestandteil auf den Handys, sagt der Service-Chef von Vodafone Deutschland, Guido Weissbrich. "Wir setzen auf ein Ökosystem mit starken Partnern, damit Millionen Smartphone-Nutzer Live-Übersetzungen, Gesprächs-Zusammenfassungen und weitere KI-Services, die uns im Alltag helfen, in hoher Qualität nutzen können."
Branchenexperten sehen das Vorhaben der Telekom positiv. "Das ist ein geschickter Schachzug der Deutschen Telekom", sagt Ben Wood vom Beratungsunternehmen CCS Insight. Dadurch bekämen auch Nutzer älterer Smartphones Zugriff auf KI-Möglichkeiten. Diesen Service in die Breite zu tragen, werde aber eine Herausforderung sein.
Ob der KI-Dienst im Telekom-Netz ein kommerzielles Potenzial habe, sei noch offen, sagt Wood. Es würden aber wichtige Erkenntnisse zur KI-Akzeptanz und KI-Nutzung der Kunden gesammelt.