Jahrelang hatte Zverev Kritik begleitet, dass er sich nicht weit hinter die Grundlinie drängen lassen dürfe und aggressiver spielen müsse. Vor dieser Saison hatten ihn die enteilten Konkurrenten Alcaraz und Sinner dazu angetrieben, sein Spiel umzustellen. Warum erst dann?
Petkovic: Zverev ist bei sich angekommen
"Ich glaube, bei Sascha war es einfach so, dass er erst mal lernen musste, wer ist er, wer ist er als Mann, wie viel Selbstbewusstsein hat er, was kann er, was kann er nicht", sagte Petkovic. "Und jetzt scheint er bei sich angekommen zu sein." Auch ohne Umstellung war Zverev früh mit seinem Spiel erfolgreich, wurde 2021 Olympiasieger, gewann 2018 und 2021 die ATP Finals.
Auch ohne Wandel erreichte er viel, aber eben keinen Grand-Slam-Titel. "Ich glaube, dass immer die Bereitschaft gefehlt hat, etwas Neues auszuprobieren, mit der Angst, dass es ja auch schiefgehen kann", sagte deswegen Stich.
Jetzt sieht sich Zverev auf dem richtigen Weg. Noch sei sein neuer Spielstil nicht perfekt. Um Wimbledon oder die anderen großen Trophäen zu gewinnen, müsse er "einfach weitermachen wie bisher". Die US Open als nächste Grand-Slam-Chance beginnen am 30. August.