(Noch) rote Zahlen bei Waymo
Neben den Kosten für das Basisfahrzeug selbst fallen damit weitere 120.000 Dollar für den Umbau an, so dass ein fertiges Waymo-Robotaxi nach Schätzungen von Morgan Stanley mit 200.000 Dollar zu Buche schlägt. Dazu kommen Kosten für die Infrastruktur, also etwa für die detaillierte hochauflösende Kartierung der Straßen im Einsatzgebiet und den Betrieb der Fernüberwachungszentralen, in denen menschliche Mitarbeiter für Notfälle bereitstehen.
Die Google-Muttergesellschaft Alphabet weist den exakten Verlust durch Waymo nicht exakt aus. Der Robotaxi-Betrieb wird in den Bilanzen in der Kategorie "Other Bets" geführt. Dieses Segment verzeichnete allein im vierten Quartal 2025 einen operativen Verlust von 3,6 Milliarden US-Dollar. Da Waymo mit Abstand das größte und aktivste Projekt in dieser Sparte ist, ist, entfällt der Löwenanteil dieser Verluste direkt auf das Robotaxi-Programm. Gleichzeitig erzielt die Google-Tochter aber wachsende Erlöse. Waymo möchte die Zahl der Fahrten pro Woche auf eine Million steigern und damit die Umsatzmilliarde ins Visier nehmen.
Demnächst will Waymo auch beweisen, dass sein Konzept auch in Städten außerhalb der USA funktionieren wird. Dafür hat sich die Google-Tochter London als Teststandort ausgesucht. In der britischen Hauptstadt müssen enge verwinkelte Straßenlayouts, Kreisverkehre und das typische Londoner Regenwetter bewältigt werden. Noch im Laufe des Jahres 2026 sollen erste reguläre Passagiere in Waymo-Robotaxis ohne Sicherheitsfahrer in London befördert werden.