Theater in Thierstein Tür an Tür mit Alize

Daniela Hirsche

Die Thiersteiner Hobbyschauspieler gaben nach langer Pause wieder ein Stück zum Besten. Die Premiere war ein großer Erfolg.

Am vergangenen Wochenende präsentierte die Theatergruppe des Thiersteiner Zentralvereins nach zweijähriger Corona-Zwangspause endlich wieder ein neues Stück. Die hoch motivierten Hobbyschauspieler landeten bei ihrer Premiere in der Zentralhalle vor ausverkauftem Haus einen riesigen Erfolg. Spaß ohne Ende und viel zu Lachen gab es für die Zuschauer bei dem Dreiakter „Tür an Tür mit Alize“ von Erich Koch.

Die selbst ernannte Hausmeisterin Alize Strippenzieher (Birgit Achtziger) sorgt mit ihrer Neugier und allerlei Gerüchten für reichlich Tratsch und Turbulenzen im Treppenhaus. Nicht nur der Einbruch in der Pizzeria von Giovanni – Knut Meinel war von einem echten Italiener kaum zu unterscheiden – im Erdgeschoss, sondern auch die „Machenschaften“ des pensionierten Finanzbeamten Anton Schimmelpfennig (Achim Achtziger) beflügeln Alizes Fantasie.

So mutmaßt sie, dass die Pizzeria von der Mafia zur Geldwäsche benutzt wird und dass das Ehepaar Hermine (Andrea Scherzer) und Friedhelm Polter (Uwe Fraas) Drogen für ihren Neffen Basti (Dominik Heber) verpacken, der sich angeblich als Callboy und Dealer betätigt.

Abgelenkt durch diese kriminellen Machenschaften in „ihrem Haus“ bemerkt sie allerdings nicht, dass Hermine Polter eines ihrer Zimmer gleich doppelt untervermietet hat. Nämlich an ihren Neffen Basti, der als Taxifahrer tagsüber schläft und an die junge Rosi (Lena Heber) für die Nacht.

Dann taucht auch noch Rosis Cousine Nora (Sonja Seidel) auf und sorgt bei Anton Schimmelpfennig für den zweiten Frühling. Dafür versucht Alize als Handwerker verkleidet, in die Wohnung der Polters einzubrechen, um hier nach den angeblichen Drogen zu suchen. Dabei wird sie schließlich von Kommissar Horst Schaminski (Martin Schikora) ertappt, der in Sachen „Einbruch in der Pizzeria“ ermittelt.

Bei Alizes Versuchen, sich aus dieser prekären Situation zu befreien, kommt es zu allerlei weiteren Verwicklungen, Verdächtigungen und Verwechslungen. Jede Menge Situationskomik, deftige Sprüche, die auch schon einmal gängige Klischees bedienen oder Seitenhiebe in Richtung der Nachbargemeinde Höchstädt, lassen die Lachmuskeln der Theaterbesucher kräftig beben.

Und natürlich gibt es für alle dann schließlich ein Happy End: Der obercoole Kommissar wird dank Zwetschgenkuchen Wachs in Alizes Händen, und auch Basti wird von Rosi erhört.

Die Akteure, die mit sichtlicher Begeisterung und Motivation in ihren Rollen aufgingen, entzückten das Publikum und wurden am Ende mit euphorischem Applaus belohnt. Auch die zweite Aufführung am kommenden Wochenende ist bereits ausverkauft.

 

Bilder