Thiersheim Viel Lob für Weihnachtsmarkt

Wolfgang Neidhardt
Immer am 12. Dezember findet in Thiersheim der Weihnachtsmarkt statt. Die Besucher waren voll des Lobes. Foto: Wilhelmine Glaser

Der Budenzauber ist noch einmal Thema im Gemeinderat. Auch die Bürgerversammlung arbeitet das Gremium auf. Es geht unter anderem um das Seniorenheim.

 
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„Unser Weihnachtsmarkt ist doch der schönste.“ Dieses Wort ist häufig von Bürgern und Organisatoren zu hören. Doch in Thiersheim glaubt man diesen Satz zurecht aussprechen zu können. „Auch Gäste von uns waren hellauf begeistert“, berichtete Heinz Bauer in der Sitzung des Marktgemeinderates am Mittwoch. Dieses Urteil teilten die Räte und auch Bürgermeister Werner Frohmader. Er dankte ausdrücklich allen Beteiligten. Eine kurze Diskussion entwickelte sich über die Anfangszeit. Margit Hofmann meinte, der Auftakt um 13 Uhr sei zu früh. Es reiche, wenn der Markt um 14 Uhr beginne. Der Bürgermeister hielt ihr entgegen, dass zur frühen Zeit Altenheim-Bewohner und Rentner den Markt besuchen. Er wolle an der bisherigen Zeit festhalten. Die Räte freundeten sich dann mit dem Kompromissvorschlag von Karl-Peter Mötsch an: wochentags ab 14 Uhr und Samstag und sonntags ab 13 Uhr.

Wann kommt das Seniorenheim?

Bürgermeister Frohmader arbeitete in der Sitzung die Anregungen aus der Bürgerversammlung vom 16. November auf. Seine Antworten in aller Kürze: Wegen der Wirtshausnacht werde er Gespräche suchen. Sehr intensiv arbeite die Verwaltung an der Realisierung des Altenheimes. Gerhard Lang regte an, das Grundstück vielleicht zurückzukaufen, falls die Sache nicht voran gehe. Die Planungen für die Halle mit dem TSV seien verlängert worden. Sand- und Burgstraße werden demnächst wieder einseitig befahrbar sein. Es sollten aber nur Anwohner durchfahren. Im März kommenden Jahres werde dann die Sandstraße saniert, antwortete er auf die Frage von Heinz Bauer.

Zum Thema „Mehr Platz für den Kindergarten“ habe es ein Treffen gegeben mit dessen Leitung sowie Pfarrerin Katja Schütz, berichtete Frohmader. Für die Krippe müsse eine schnelle Lösung gefunden werden. Eine Ausschreibung der Machbarkeitsstudie laufe. Rolf Küstner bestätigte, dass das Gespräch sehr konstruktiv gewesen und die vorgeschlagenen Lösungen gut und schnell umsetzbar gewesen seien.

Toilette am Marktplatz?

Eine kurze Diskussion entwickelte sich über die Frage, ob die Stadt am Marktplatz eine öffentliche Toilette einrichten soll. „Ein Dixi-Klo stellen wir nicht auf“, sagte der Bürgermeister. Schließlich gebe es im Rathaus Toiletten – und in der angrenzenden Gastronomie. Er nahm eine Anregung einiger Räte mit: Vielleicht könne man über eine Toilette am Busbahnhof nachdenken.

Udo Illing erkundigte sich nach der Asphaltierung der Stemmaser Straße. „Es wird nicht mehr geteert, auch in Leutenberg nicht“, berichtete Frohmader. „Geld rausgeschmissen“ habe die Marktgemeinde aber nicht, entgegnete er dem Fragesteller. Christine Medick erkundigte sich nach dem Ergebnis der Verkehrsschau und fragte nach einem Parkverbot im Zentrum. „Wir könnten so einigen Betrieben entgegenkommen.“ Man habe bei der Verkehrsschau alles angesprochen, die Fachleute hätten abgeraten, sagte der Bürgermeister. Und wenn man Kurzparkzonen, etwa vor dem Tante-M-Laden einrichten wolle, ginge vielleicht sogar ein Parkplatz verloren. Erlassen könne ein Parkverbot nur der Landkreis, da die Hauptstraße als Kreisstraße gewidmet sei.

Ausrüstung für Feuerwehr

Ursula Schricker gab eine Anregung der Landjugend mit: Die Gemeinde möge prüfen, ob sich nicht einen Kleinbus für Car-Sharing anschaffen wolle. Solche Fahrzeuge seien ausschließlich werbefinanziert. Vielleicht könnten die drei Gemeinden der VG Thiersheim sich hier zusammenschließen. „Das hört sich alles gut an, ganz ohne Kosten geht es aber nicht ab“, sagte der Bürgermeister. „Wenn wir so etwas tun, dann sollten wir es selbst machen“, war die Meinung von Karl-Peter Mötsch.

Die Feuerwehren im Gemeindebereich erhalten Ausrüstungsgegenstände in Höhe von 14 300 Euro. Einer Liste, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Wehren erarbeitet hatte, stimmte das Gremium zu. Zur Kenntnis nahmen die Räte die Planungen für den Süd-Ost-link der Starkstromtrasse. In der Stellungnahme des Marktes sei festgehalten, dass Drainagen, die beim Bau möglicherweise zerstört werden, wieder hergerichtet werden.

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