Keine Geschäfte, keine Banken, keine Post. Der Thiersteiner Marktplatz ist menschenleer an diesem heißen Junimittag. An der westlichen Zufahrt zum Ortsmittelpunkt ist das anders. Dort halten trotz der brütenden Hitze immer wieder Autos. Kundinnen und Kunden steigen aus und steuern ein ganz besonderes Geschäft an – das einzig verbliebene: den Dorfladen. Ein Radfahrer steigt von seinem Gefährt ab und holt sich ein Eis. Pfarrer Matthias Hopf grüßt freundlich und kommt mit einer Schale Obst wieder aus dem Laden. Alle, die ein- und ausgehen, kennen sich anscheinend. Für jede und jeden gibt es ein paar nette Worte.