Ermittlung Nach Anschlag Bekennerschreiben und Video veröffentlicht

Polizisten untersuchen ein Haus in Eisenach, in dem es zu einer Explosion gekommen war. Foto: Michael Reichel/dpa/Aktuell/dpa

Nach dem Anschlag auf eine Gaststätte in Eisenach sind im Internet ein Bekennerschreiben und ein Video der Tat veröffentlicht worden.

Eisenach/Erfurt  - Nach dem Anschlag auf eine Gaststätte in Eisenach sind im Internet ein Bekennerschreiben und ein Video der Tat veröffentlicht worden. Das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) hält das Video für authentisch, wie die Pressestelle der Behörde am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Das Bekennerschreiben war am Dienstag, einen Tag nach dem Anschlag, von Unbekannten im Internet veröffentlicht worden. "Die gesamte Darstellung lässt darauf schließen, dass die dargestellte Tathandlung durch mehrere Personen gemeinschaftlich begangen wurde", erklärte das LKA. Weitere Auskünfte würden mit Blick auf die laufenden Ermittlungen vorerst nicht erteilt.

Die betroffene Immobilie gilt als Treff der rechten Szene in Eisenach. Bereits im Oktober 2019 hatte es dort einen Anschlag auf den Inhaber sowie die Besucher des Hauses gegeben, bei dem die Angegriffenen mit Schlagstöcken, Reizstoffsprühgeräten und Faustschlägen traktiert und erheblich verletzt worden waren. Zudem wurden die Fensterscheiben und Teile des Inventars zerstört.

Zudem hatte die Bundesanwaltschaft im November vergangenen Jahres in Leipzig eine 25 Jahre alte mutmaßliche Linksextremistin festnehmen und Wohnungen durchsuchen lassen. Wie die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe mitteilte, kam die Deutsche in Untersuchungshaft. Die Frage, ob es einen Zusammenhang mit der Festnahme der Frau und dem neuerlichen Anschlag gibt, zu dem sich laut Schreiben im Internet Frauen bekannten, ließ das LKA offen.

 

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