Thurnau - Nicht einmal auf dem Konzertpodium sind Kunst und Künstler vor Angriffen aus der schnöden Außenwelt sicher. Zum Beispiel widerfuhr es dem weltberühmten Pianisten Wilhelm Kempff während eines Rezitals in Finnland, dass ein Terrier zu ihm an den Flügel huschte, um am Bein des Künstlers das eigene Bein zu heben. Kempff unterbrach sein Spiel und fing den Köter, sperrte ihn aus - und fuhr sodann in aller Ruhe fort. Humor war ihm gegeben, und eine Konzentration, die sich nicht erschüttern ließ.