THW Naila Ein neuer kräftiger Helfer

Sandra Hüttner
Das THW demonstrierte dem Publikum mit einem Dummy den Einsatz des neuen Hubladers (im Hintergrund) bei einer Personenrettung. Foto: Hüttner

Mit 50 Gästen feiert der Ortsverband seine neueste Anschaffung: Teleskop-Hublader „Merlo“ kann beispielsweise bei der Rettung von Menschen helfen.

Der Teleskop-Hublader „Merlo“ des Nailaer Technischen Hilfswerkes (THW) ist nun auch offiziell in Betrieb genommen. Das schwere Gerät war schon mehrfach im Einsatz, erst jüngst im Geroldsgrüner Ortsteil Dürrenwaid beim Einsturz einer Stützmauer auf insgesamt 30 Metern Länge. Rund 50 Vertreter aus umliegenden Kommunen und Unternehmen, die zum Teil mit beachtlichen Summen die Ersatzbeschaffung unterstützt hatten, nahmen an der symbolischen Schlüsselübergabe und der Segnung durch Dekan Andreas Seliger und Pfarrer Thomas Hohenberger teil. Sie und bestaunten auch die Vorführung – Rettung eines Unfallopfers aus luftiger Höhe. THW-Ortsbeauftragter Klaus Knörnschild dankte allen Sponsoren und dem Vorsitzenden der Helfervereinigung des Nailaer THW, Gerald Fischer, für das Engagement rund um die Beschaffung. Der bisherige Teleskophublader ist 40 Jahre alt, war nicht mehr zeitgemäß und sehr reparaturanfällig.

Der Nailaer Bürgermeister Frank Stumpf, zugleich stellvertretender Landrat, dankte den Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Dienst und freute sich über die hervorragende technischen Ausstattung vor Ort. Doch für die die Fahrzeuge brauche es auch Menschen, die diese bedienen. „Wir können uns hier auf Menschen verlassen, die ehrenamtlich zur Verfügung stehen und in Notsituationen helfen“, betonte Stumpf. Dafür seien jedoch Ausbildung und Übungen notwendig – ebenfalls ehrenamtlich. „Ich bin stolz auf den THW-Ortsverband in Naila, der von seinem Standort an zentraler Stelle schnell ausrücken kann.“ Der Kommandant der Nailaer Wehr, Marco Wagenlechner, meinte in die Runde, dass die Brandschützer auch gerne so ein Gerät hätten. „Aber es ist gut, dass eines im Stadtgebiet zur Verfügung steht.“

Zugführer Sven Deubler stellte nach der offiziellen Übergabe des symbolischen Schlüssels durch den Vorsitzenden der Helfervereinigung, Gerald Fischer, das technische Gerät vor. Einsatzmöglichkeiten sind zum Beispiel Rettung von Menschen aus Gefahrenlagen, Sichern bei Tätigkeiten in großer Höhe wie Dachräumung von Schneelasten, Beseitigung von Schlammlawinen und Sicherung von Gebäuden vor Hochwasser durch Sandsäcke.

Zugleich äußerte Deubler einen Wunsch für den Teleskophublader: eine Schaufel mit sogenanntem Niederhalter.

Die Leiterin der THW-Regionalstelle Hof, Silvia Gulden, sprach von vielfältigen Aufgaben der THW-Ortsverbände. „Mit dem neuen Gerät können die Einsatzkräfte den  Herausforderungen gerecht werden.“ 75 000 Euro kostete die Anschaffung. Der Hublader ist kein Neufahrzeug – „diese Kosten hätten wir nicht stemmen können“, erläuterte der Vorsitzende der Helfervereinigung, der als „Zusatzgeschenk“ drei Kameras für den Betrieb des neuen Einsatzfahrzeuges überreichte: zwei Rückfahrkameras und eine Kamera für den Teleskoparm, um auch in 17 Metern Höhe noch alles bestens im Blick zu haben. Fahrer des Teleskophubladers sind Johannes Wolfrum, Michael Steiner und Benjamin Schmidt. Michael Steiner demonstrierte gemeinsam mit zwei Junghelfern die Rettung eines Verletzten (Dummy) mit dem neuen Einsatzfahrzeug.

Den Abschluss bildeten Führungen durch Benjamin Schmidt und Gerald Fischer, die Unterkunft, Fuhrpark und technische Ausstattung vorstellten.

 

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