Schicksal des Wals sorgt für starke Emotionen
Backhaus erklärte: "Die jetzige Entscheidung ist keine Abkehr davon, sondern eine verantwortungsvolle Neubewertung auf Basis neuer fachlicher Möglichkeiten." Das vorliegende Konzept sei unter Berücksichtigung des Bundesnaturschutzgesetzes sowie des Tierschutzrechts geprüft worden.
"Mehr als einmal sterben kann er ja nicht", sagte Gunz der dpa. Ohne die Aktion werde Wal Timmy in jedem Fall sterben. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet."
Die Situation des Wals hatte zuletzt für starke Emotionen gesorgt. Von Anfeindungen und sogar Morddrohungen gegen Beteiligte war die Rede. Menschen protestierten vor Ort und drangen in einen Sperrbereich ein. Am Wochenende musste die Wasserschutzpolizei sogar eine Frau in der Nähe des Wals aus dem Wasser holen, nachdem sie von einem Ausflugsschiff gesprungen war. Inzwischen begleitet die Wasserschutzpolizei das Schiff bei seinen täglichen Fahrten teils mit einem Schlauchboot. Menschen wollten auch gerichtlich Hilfsaktionen durchsetzen, bislang ohne Erfolg.