Erst wenige Wochen war Michaela Wilhelm als Tierpflegerin tätig, als die Grenzpolizei anrief. Sieben Welpen hatte sie aufgespürt – vermutlich sollten sie die Polizisten vom Drogenschmuggel ablenken. Das Problem: Die Welpen waren zehn Tage alt, ihre Augen noch geschlossen. Ihre Überlebenschancen: gering. Sofort nahm sich das Breitenbrunner Tierheim dieser Mammutaufgabe in Form von quiekenden Hundebabys an. Michaela Wilhelm und ihre Kollegen mussten die Tiere mit der Flasche ernähren. Eine Arbeit wie am Fließband: „Wenn wir mit dem siebten Tier fertig waren, mussten wir wieder von vorne anfangen“, erinnert sie sich. Die Welpen ließen sie nicht aus den Augen, legten extra Nachtschichten ein. In ganz Deutschland zogen die viel zu jungen Tiere Blicke auf sich: Sogar der bekannte Hundeprofi Martin Rütter reiste nach Breitenbrunn. Einem Welpen versprach Wilhelm: Sollte er überleben, nimmt sie ihn bei sich auf.