Tierheim Kulmbach Happy End für gestrandete Welpen

Im Juni hatte das Tierheim acht Hundebabys aus einem illegalen Tiertransport aufgenommen. Jetzt haben alle ein neues Zuhause.

Ende Juni waren die Welpen nach dem Grenzübertritt in erbärmlichem Zustand entdeckt worden. Jetzt hatten die Kleinen ihr „Happy End“. Foto: Melitta Burger

Tierheimleiterin Carina Wittmann war entsetzt, als sie im Juni acht von 72 jungen Hunden an der tschechischen Grenze abholen musste, um sie im Kulmbacher Tierheim zu versorgen und aufzupäppeln. Dehydriert, schlecht versorgt und nicht in bestem Gesundheitszustand waren die kleinen Französischen Bulldoggen, Cocker Spaniels und Malteser damals. Das Tierheimteam hatte alle Hände voll zu tun, die Hundebabys in der Quarantänestation zu versorgen.

Nach der Werbung weiterlesen

Doch der Einsatz hat sich gelohnt, freut sich Carina Wittmann jetzt. Allen acht kleinen Rackern geht es wieder gut, und alle haben ein Zuhause gefunden, nachdem feststand, dass die ursprünglichen Züchter und Eigentümer die Tiere nicht zurückbekommen werden, die eigentlich von Tschechien aus nach Spanien und Portugal verkauft werden sollten.

Die Zahl der Bewerbungen um die Welpen sei erwartungsgemäß sehr groß gewesen, berichtet Carina Wittmann. Sorgfältig seien die Plätze ausgesucht worden, wo die jungen Hunde künftig leben. „Die meisten konnten wir im Landkreis Kulmbach vermitteln, aber auch nach Lichtenfels sind Welpen umgezogen“, erzählt die Tierheimleiterin. Der am weitesten entfernte neue Platz liege zwei Autostunden entfernt.

Alle, die einen der Welpen zu sich geholt haben, wissen, dass sie Hunde bekommen, die aufgrund der erforderlichen Quarantäne und damit auch weitgehender Isolation wenig soziale Kompetenz haben. „Diese Hunde müssen wirklich alles erst von Grund auf lernen.“

Doch das wird klappen, sind alle zuversichtlich. Am meisten freut es Wittmann, dass die illegalen Tiertransporteure die Welpen nicht wiederbekommen haben.