Kürzlich in Grün bei Röslau: Eine artgerecht im Freien gehaltene Pferdegruppe gerät plötzlich in Unruhe. Die Tiere galoppieren wie wild auf und ab. Es ist früher Abend und schon dunkel und nicht zu erkennen, was die Vierbeiner erschreckt haben könnte. Ein Landwirt mit Traktor, Spaziergänger, Hunde oder ein anderer Störfaktor ist nicht auszumachen. Am nächsten Tag haben zwei Pferde Kolik, eines eine tiefe blutende Wunde. Der Tierarzt muss kommen. Es befindet sich nicht ständig jemand auf dem Areal, auch die Kameras geben nichts her. Aber dass dort in unmittelbarere Nähe ein Wolf (oder mehrere) herumstreunt, ist bekannt. Von vier Rissen weiß der für das dortige Revier zuständige Jäger Christoph Schubert. Laut Aussage von Pferdehalterin Melanie Robisch sei „der Wolf“ schon ungeniert durchs Dorf spaziert.