Tischtennis Tischtennis-Verband beklagt massiven Spieler-Rückgang

Josef Rosner
Der Tischtennisschläger ruht bei zu vielen Spielern nach der Coronavirus-Zwangspause. Foto: imago images/Eibner/Fleig / Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de

Tischtennis-Bezirk Oberpfalz Nord spürt die Corona-Auswirkungen. Der Bezirksvorsitzende Günter Bauer wirbt deshalb um Nachwuchsarbeit.

Zwar freut sich Günter Bauer (TTC Luitpoldhütte Amberg), weiterhin Vorsitzender des Tischtennis-Bezirks Oberpfalz Nord zu bleiben, doch steht er vor großen Herausforderungen. Bauer berichtet von einem massiven Rückgang im Spielerbereich. „Viele unserer Spieler merkten wohl, dass es auch ein Leben ohne Tischtennis gibt“, blickt er auf die Corona-Zwangspause zurück, in der auch im Tischtennis der Spielbetrieb lahmgelegt war.

Der Bezirksvorsitzende befürchtete für die neue Saison 2022/23 einen weiteren Rückgang an Mannschaften und Spielern. Ausdrücklich forderte er die Vereine auf, eine engagierte Jugendarbeit zu machen und sie für den Tischtennissport zu begeistern. Gab es in der Saison 2019/20 noch 2724 gemeldete Tischtennisspieler im Bezirk Oberpfalz Nord, so waren es im Mai dieses Jahres nur noch 2596 Spieler. Bauer bedauerte, dass aufgrund der Größe des Bezirks und wegen des Coronavirus kaum Kontakte zu den Vereinen möglich war. Nicht einverstanden zeigte sich der Bezirksvorsitzende damit, dass von den achtzig Vereinen die Hälfte keine geprüften Übungsleiter haben. Ebenfalls fehlen im Tischtennis-Bezirk die Schiedsrichter – im gesamten Bereich gibt es nur neun.

Für den Nachwuchsbereich stellte er das Engagement des TSV Waldershof, der künftig unter dem Namen TTC Waldershof antreten wird, heraus. „Das dort praktizierte Projekt mit Nachwuchs- und Stützpunkttraining verdient Anerkennung und Respekt“, sagte Bauer.

Im Erwachsenenbereich wird im Bezirk ab der Saison 2023/24 von Sechserteams auf Vierermannschaften umgestellt wird. Große Freude löste im Bezirk der Erfolg der Damen des SV Neusorg aus, die im westfälischen Hamm deutscher Pokalsieger der Verbandsklassen wurden. Sicherlich der bisher herausragendste sportliche Erfolg des Bezirk Oberpfalz Nord.

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten – und zwar vom Bayerischen Landessportverband (BLSV). BLSV-Bezirksvorsitzender Hermann Müller sicherte eine finanzielle Unterstützung des Verbands bei der Ausrichtung von Bezirksmeisterschaften sowie Aus- und Fortbildungen zu. In Sachen Vereinsmanagement will der BLSV die Vereine fit für die Zukunft machen. Stellvertretender BTTV-Geschäftsführer Nils Rack hat die Vereine auch ausdrücklich dazu ermuntert, die Angebote des BLSV zu nutzen.

Neue Ideen bringt im Tischtennis-Bezirk die neue Bezirksjugendwartin Katja Götz ein: „Ich will neuen Schwung in die Jugendarbeit der Vereine bringen. Ich bitte euch, begeistert die Kinder und Jugendliche für den Tischtennissport“, ermunterte sie die Vereine zur Jugendarbeit. Helfen kann ein „Grundschultag“, wo Vereine in die Schulen gehen und für ihren Sport werben. Mini-Meisterschaften sind dann der nächste Schritt. Für den Spitzensport im Bezirk kündigte sie die Gründung einer Talentschmiede an. jr

 

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