Tischtennis-Verbandsliga Voller Vorfreude ins Premierenspiel

Die Verbandsliga-Damen des ATSV Oberkotzau – ein starkes Team (von links): Antonia Kropf, Julia Schenk, Karolina Vysocka und Regine Ferfers. Foto: Michael Ott

Die Tischtennisdamen aus Oberkotzau starten am Samstag erstmals auf Bayernebene in eine Punktspielsaison. Eine Woche später steigt das erste Heimspiel in der Verbandsliga Nordost – mit einer motivierenden Überraschung.

Der Countdown läuft: Erstmals in der stolzen 164-jährigen Vereinsgeschichte des ATSV Oberkotzau geht mit dem Damenteam – nachdem die Mädchen bereits zwischen den Jahren 2017 und 2019 in der Bayernliga Nord aufgeschlagen haben – eine Erwachsenenmannschaft auf bayerischer Ebene in eine Tischtennis-Saison. In der Serie 2022/23 trifft das Team nach der souveränen Meisterschaft in der Bezirksoberliga und dem damit verbundenen Aufstieg nun in der Verbandsliga Nordost auf zehn weitere Teams aus Ober- und Mittelfranken sowie der Oberpfalz. So stehen unter anderem Fahrten nach Kornburg, Erlangen, Postbauer-Heng, Hahnbach oder Burglengenfeld an.

Am Samstag um 16 Uhr bestreiten die ATSV-Damen das erste Saisonspiel beim Mitaufsteiger TSV Unterlauter, mit dem sich die Oberkotzauerinnen schon im Mädchenbereich packende Duelle, auch in der Bayernliga, geliefert haben. „Wir möchten trotz des starken Gegners erfolgreich starten, am besten mit einem Sieg“, gibt sich Trainer Arndt Peckelhoff zuversichtlich. Gilt es doch von Anfang an auch zu punkten, müssen doch nach Saisonende nicht weniger als fünf Teams aus der Verbandsliga Nordost absteigen. „Deshalb nehmen wir den sechsten Rang ins Visier, der zum Klassenerhalt reicht. Sollte es noch mehr werden, würden wir das natürlich gerne mitnehmen.“

Eine Bereicherung

Die Vorfreude auf diese Herausforderung ist groß, zumal in dieser Spielklasse künftig mit vier statt drei Spielerinnen agiert und auch ein anderes Spielsystem gespielt wird. Mit der 24-jährigen Karolina Vysocka stieß eine sympathische, starke Offensivspielerin aus Tschechien zum Team, die zuletzt dort in der Extraliga, vergleichbar mit der Bundesliga, wirkte. Sie wird sicherlich eine Bereicherung für das Team sein und die Zuschauer beeindrucken, wie ein gemeinsamer Trainingstag Anfang September in der ATSV-Halle zeigte. Sie bildet zusammen mit den jungen Julia Schenk (16 Jahre) und Antonia Kropf (20 Jahre), die bereits bei den Mädchen zusammen in der Bayernliga Nord gespielt haben, sowie Routinier Regine Ferfers (in den 1980er-Jahren im Aachener Raum in der 2. Bundesliga aktiv) ein schlagkräftiges Team, das den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen wird. Was bei fünf Absteigern und einer Vielzahl von starken Gegnerinnen alles andere als leicht sein dürfte. Umso mehr würde ein erfolgreicher Start in Unterlauter dem Team Schwung und Mut geben.

Das erste Heimspiel vor hoffentlich vielen Zuschauern bestreitet der ATSV Oberkotzau dann am Samstag, 1. Oktober, um 13 Uhr gegen die etablierte SpVgg Hausen. An diesem Tag wird es auch eine Überraschung geben: Die Firma Lansco aus Hof wird Trikots überreichen, die sie für die Damen und den Nachwuchsbereich, der hauptsächlich aus Mädchen besteht, gespendet hat. Und mit neuen Shirts sollte die große Motivation der vier ATSV-Damen noch ein kleines Stück mehr steigern.

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