Experte: Hohe Übereinstimmung zwischen Bakterien
Eine zentrale Frage in dem Verfahren ist, ob die Listerien aus den Waren der Firma Wilke tatsächlich die Todesfälle zumindest mitverursacht haben. Sie soll mit Hilfe von Sachverständigen geklärt werden.
Ein Epidemiologe des Robert-Koch-Instituts berichtete am zweiten Prozesstag von einer hohen Übereinstimmung zwischen den bei den Patienten und in den Produkten der Firma gefundenen Listerien. Die Bakterien seien so divers wie menschliche Fingerabdrücke, erklärte er. Die bei den Patienten gefundenen Listerien seien untereinander nicht unterscheidbar. Sie seien zudem nicht unterscheidbar von den im Kontext der Firma Wilke gefundenen Bakterien.
Mehr als ein Dutzend weitere Verhandlungstage sind in dem Verfahren vor der zweiten großen Wirtschaftsstrafkammer des Kasseler Landgerichts geplant. Mitte August könnte demnach ein Urteil fallen.