Schnell wird eines klar: Jeder Schüler am Martinsberg nimmt Gewalt anders wahr und definiert sie anders. Schreit auf einem Beispielbild ein Vater sein Kind an, heißt es lapidar, das sei doch ganz normal. Auch Schimpfwörter gehören wohl zur Tagesordnung und werden nicht als Gewalt eingestuft. Die Jugendkontaktbeamten Udo Rührold und Florian Rohde, unterstützt vom Polizeibeamten Pascal Hager, erarbeiten in vier Unterrichtseinheiten mit den fünften bis neunten Klassen das Thema „Anti-Gewalt“. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Team- und Rollenspielen, um selbst zu erleben, wie sich Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt, ob nun verbal, seelisch oder körperlich anfühlen.