Touren-Tipps im Fichtelgebirge Auf modernem Weg zu den schönsten Plätzen

Vorsitzender Rainer Schreier (links) und Geschäftsführer Stefan Lorke vom Fichtelgebirgsverein freuen sich über das Tourenportal „komoot“, das Ralf Wittmann (Bildmitte) erstellt hat. Foto: Wolfgang Neidhardt

Der FGV stellt auf dem Outdoorportal Komoot viele attraktive Touren vor, nicht nur für Wanderer. Ralf Wittmann hat viele Stunden gesammelt, fotografiert und geschrieben.

Fichtelberg - Das Seehaus ist einer der beliebtesten Plätze im Fichtelgebirge – für Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer – und hinlänglich bekannt. Doch vielen Naturliebhabern sind andere reizvolle Ecken bisher verborgen geblieben. Das will der Fichtelgebirgsverein (FGV) ändern und sich gleichzeitig der jüngeren Generation öffnen.

Touren und Sehenswürdigkeiten

Auf dem Seehaus stellte der Heimatverein nun sein neues Tourenportal vor: „Komoot“ präsentiert ein großes Paket reizvoller Touren inklusive Sehenswürdigkeiten oder zu gut deutsch „points of interest“ (POI). Zusammengestellt hat sie Ralf Wittmann aus Bad Berneck. Ihm dankte FGV-Hauptvorsitzender Rainer Schreier für die „Kärrnerarbeit“, die sicher eine dreistellige Zahl von Stunden umfasst habe.

„Ich bin gerne zu Fuß oder mit dem Rad in der Natur unterwegs und habe vor einem Jahr mit Bekannten meine Sammlung von Touren begonnen“, berichtet der 51-jährige Wittmann. Erste Abnehmer waren die Tourist-Informationen von Bad Berneck und Goldkronach.

Perfekte Präsentation

Nach diesen ersten positiven Rückmeldungen ging Wittmann „mit meinem kleinen Reiseführer“ in diesem Frühjahr dann auf den FGV zu. Geschäftsführer Stefan Lorke nahm die Idee dankend an – und heute präsentiert der Verein auf „komoot“ in nahezu perfekter Form die Reize des Fichtelgebirges: „Die meisten jungen Leute sind mit diesem System unterwegs.“

Das führende Outdoorportal hat – vor allem, wenn es so gründlich gepflegt wird wie von Ralf Wittmann – viele Vorteile: einfach und für jeden zu handhaben, mit hinterlegten Höhepunkten, Bildern und Hintergrundinformationen. Zum Beispiel: „Entdeckungstouren mit den Museen der Region als Ausgangspunkt. Dieses offene Portal und System lernt selbst ständig weiter, „wenn es von den Nutzern gefüttert wird“: So finden etwa Sperrungen, Umleitungen oder Änderungen von Wegtrassen sofort Eingang in die Beschreibungen. Kein Nutzer muss mehr befürchten, sich draußen plötzlich nicht mehr auszukennen.

Arbeit noch ergänzen

Noch ist allerdings das Fichtelgebirge nicht so umfassend dargestellt, wie Ralf Wittmann es sich wünscht: Im Osten des Hufeisens sowie in Richtung Oberpfalz sieht er noch Lücken und bittet engagierte Wanderer und Naturfreunde um Unterstützung. Die findet er bereits vor allem bei zwei Aktiven des FGV: bei Christian Nürnberger, Wegepate und passionierter Radfahrer, sowie bei dem Computerfachmann Günter Reizammer.

„Erst während meinen Arbeiten habe ich festgestellt, dass der FGV über 4000 Kilometer Wege beschildert und markiert“, betont Wittmann. Er setzt nun darauf, dass die Leute, die ihre Umgebung wie die Westentasche kennen, seine Arbeit noch ergänzen: „Komoot soll ein Tourenportal sein von den Leuten der Region für die Leute und Gäste der Region.“ Für FGV-Vorsitzenden Rainer Schreier bildet das Tourenportal komoot eine „hervorragende Grundlage zur Modernisierung des Vereins“.

Die Touren findet man im Internet unter fichtel-outdoorer.de.

 

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