Festwirte-Sprecher Lechner führt die Entwicklung neben den steigenden Lebenshaltungskosten auch auf die Hitze zurück. In den letzten Jahren sei es tagsüber teilweise extrem heiß gewesen. "Da bleiben vor allem viele Tagesgäste weg und gehen lieber ins Freibad." Pünktlich zum Festbeginn am Freitag soll die hochsommerliche Hitze jedoch etwas nachlassen.
Doch auch beim Wetter liegen pro und kontra nahe beieinander: Im August müsse man sich keine Gedanken machen, ob man eine Jacke mitnimmt, findet Volksfest-Chef Winklmaier. "Am Oktoberfest muss man mit Sicherheit öfter in die Wetter-App schauen, um nicht falsch gekleidet zu sein."
Nürnberg, Augsburg, Rosenheim – und Karpfham
Das Oktoberfest beginnt am 19. September und endet am 4. Oktober. Davor gibt es unter anderem noch das Nürnberger Herbstvolksfest und zeitgleich den Augsburger Plärrer sowie die Regensburger Herbstdult (28. August bis 13. September) und vom 29. August bis 13. September das Herbstfest Rosenheim.
Und dann ist da noch das Karpfhamer Fest (27. August bis 1. September) im Landkreis Rottal-Inn. Das lockt – auch wegen seiner Landwirtschaftsmesse – jährlich 400.000 bis 500.000 Besucher an. Bei etwa 1.200 Einwohnern sind das dann mindestens 330 Mal so viele Gäste, bei gerade sechs Festtagen – schon geht das Rechnen wieder los.
Unabhängig von der Besucherzahl hätten Volksfeste – egal, ob Wiesn oder Gäubodenvolksfest – ohnehin eine Sache gemeinsam, findet Pannermayr: Es sind "wunderbare Auszeiten vom Alltag, die Menschen zusammenbringen".