Träume und Realität Musical-Fachwelttrifft sich aufder Luisenburg

Dass sie „Raum und Platz für neue Ideen“ finden, wünscht Birgit Simmler den Musical-Machern beim Symposium; sie selbst hat das schon einmal gefunden mit ihrem Musical „Zucker“ (unser Bild). Foto: Florian Miedl

Die Luisenburg-Festspiele und die Deutsche Musical Akademie laden zum dritten Mal zum internationalen Symposium. Das Thema behandelt den scheinbaren Widerspruch „Künstlerischer Anspruch versus Produktionspraxis“.

Wunsiedel - Am Wochenende findet auf der Luisenburg wieder das internationale Musicalsymposium statt. Zum dritten Mal kommen auf Einladung der Luisenburg-Festspiele und der Deutschen Musical Akademie Fachleute des Genres von Theatern, Hochschulen und Akademien in Wunsiedel zusammen. Das Thema in diesem Jahr lautet „Perspektiven des Musicals 2021. Träume und Realität: Künstlerischer Anspruch versus Produktionspraxis“.

Gattung unterbewertet

Das Fachtreffen der Musicalschaffenden widmet sich den Produktions- und Aufführungsbedingungen der Gattung im europäischen Raum und im Spannungsfeld von Wunsch und Wirklichkeit. Obwohl, so eine Mitteilung der Veranstalter, das Musical an Popularität kaum zu überbieten sei, „ist diese Gattung in der öffentlichen Wahrnehmung und der Kritik unterbewertet. Die künstlerische Vielfalt dessen, was Musical als unterhaltendes Musiktheater darstellen kann, kommt in der deutschen Theaterlandschaft zu kurz.“

Das von Birgit Simmler, der künstlerischen Leiterin der Luisenburg-Festspiele, 2019 ins Leben gerufene Symposium stellt den realistischen Blick auf das deutsche Musical ins Zentrum der Debatte. Es fragt nach alternativen Lösungen und lotet neue Wege aus, das Musical in seiner ganzen Vielfalt maßgeblich voranzubringen. Dabei spielt der Perspektivenwechsel, der Blick über den eigenen Tellerrand, eine entscheidende Rolle.

Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern

Zugesagt haben wieder Gäste aus sechs europäischen Ländern – Produzenten, Komponisten, Autoren, Dramaturgen, Verleger, Darsteller und Intendanten, – die sich in verschiedenen Panels und Vorträgen, in Diskussionen und Vorführungen vor den Kollegen dem Musical widmen werden. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu fördern und konkrete Kooperationsmodelle zu diskutieren, die in die Theaterlandschaft zu integrieren sind und die das ganze Spektrum moderner, zeitgenössischer Musicals auf deutschen Bühnen zur Geltung bringen. red

Mehr Informationen gibt es unter www.luisenburgaktuell.de.

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