Was sagt die NBA?
Die Liga und ihr Commissioner Adam Silver sind vor allem froh, dass James seine Entscheidung endlich verkündet hat, nachdem sich der Prozess über mehrere Wochen gezogen hatte. Silver hatte im Juli deutlich den Druck auf James erhöht.
"Wir müssen den Spielplan fertigstellen - und wo LeBron künftig spielt, beeinflusst unsere Planungen. Es wird beeinflussen, wie wir die erste Woche und Weihnachten planen. Deshalb muss er eine Entscheidung treffen", sagte der NBA-Boss. Für Silver ist das Wichtigste, dass James der Liga als Zugpferd noch einmal mindestens ein Jahr - eher zwei Jahre - erhalten bleibt.
Und: Je näher James und die Sixers den Finals kommen, umso besser. Eine NBA-Finalserie zwischen den San Antonio Spurs um Ausnahmetalent Victor Wembanyama gegen Philadelphia mit James wäre für Silver das bestmögliche aller Szenarien.
Der große Gewinner
Das sind zweifellos die Sixers. Mit der Verpflichtung von Brown (er kam für Paul George) und James ist Philadelphia in einem Sommer zum Titelanwärter geworden. Im Osten wird nur Titelverteidiger New York sportlich ähnlich hoch gehandelt wie die 76ers.
James sei "einer der größten Spieler in der Geschichte der NBA und einer der besten Athleten aller Zeiten", sagte Teambesitzer Josh Harris nach der Verpflichtung des Superstars. Die Leistungen des Olympiasiegers von Paris seien "legendär".
Philadelphias Erfolge dürften aber auch an der Gesundheit von Center Embiid hängen. Nur, wenn der 2,13 Meter große Riese fit bleibt, dürften die Sixers in einem möglichen Finale gegen San Antonio oder die Oklahoma City Thunder wirklich Chancen auf den Titel haben. Das gelang dem Club zuletzt 1983. Seit 2001 erreichte Philadelphia nicht mehr das NBA-Finale.