Trend jetzt auch in Bayreuth Größter Escape Room Oberfrankens

Betreiber Kai Fischer nimmt einen Trend auf und bietet in seinem Escape Room drei Räume voller Rätsel mit engem Bezug zu Bayreuth.

Bayreuth - Minuten vor der Eröffnung der Festspiele wird bekannt: Ein Anschlag auf einen internationalen Stargast ist geplant! Kann der Geheimdienst das Attentat verhindern? So fängt die Geschichte vom Raum „Das Attentat“ des neu eröffneten Escape Rooms Bayreuth an. In Escape Bayreuth können seit Mittwoch, den 16. Juni 2021, rätselfreudige Besucher auf ihre Kosten kommen.

Details in den Räumen sind besonders wichtig

Dabei handele es sich nicht nur um den größten Escape Room in der Region, sondern auch um einen zertifizierten, wie Geschäftsführer Kai Fischer (30) erklärt. „Es gibt einen Fachverband und der hat gewisse Grundregeln, die eingehalten werden müssen. Das haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Die Qualität die man in Hamburg oder Berlin bekommt, kann man auch bei uns erwarten.“ Besonders ist auch, dass die Spieler sich im Vergleich zu anderen Escape Rooms nicht aus dem Raum rätseln müssen, sondern Missionen spielen. In drei verschiedenen Räumen können so unterschiedliche Geschichten erlebt und Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bewältigt werden. Besonderes Augenmerk legte Fischer bei der Gestaltung der Räume auch auf die Verbindung zu Bayreuth: „Uns war wichtig, dass man sich als Bayreuther wiedererkennt. Wenn ein Tatort beschrieben ist, dann ist das zum Beispiel der Luitpoldplatz oder die Maxstraße und nicht einfach irgendwo.“ Daher wurde für den Raum, „Mord beim Chinesen“, auch die originale Einrichtung des ehemaligen Chinarestaurants Mandarin aufgegriffen. „Das Restaurant war vorher hier in diesem Gebäude. Das hat sich dann perfekt als Kulisse angeboten und wir haben den Sachen neues Leben eingehaucht.“

Jede Gruppe hat seinen eigenen Spielleiter

Neben dem Bezug zu Bayreuth, sei ihm noch etwas besonders wichtig gewesen – die Details. „Wenn ich sowas spiele, wie ein Computerspiel zum Beispiel, dann sind es die Details, die mich in die Welt eintauchen lassen“, erklärt der Geschäftsführer. Daher sollte auch nichts in den Raum integriert werden, was den Spieler aus dem Erlebnis herausreißen kann. Die Details würden sogar schon vor dem Spielbeginn anfangen. „Bei dem Raum „Kommissar Schmitt“ gehen wir mit der Gruppe an seine Haustür und sperren der Gruppe den Raum auf. Weil man kann ja nicht einfach in ein Haus rein.“ Auch der atmosphärisch gestaltete Eingangsbereich soll zum Erlebnis ab Sekunde eins beitragen. Der Spielablauf sei dann ganz einfach. Jede Gruppe buche den gewünschten „Slot“ (Spielzeitraum) auf der Homepage und komme dann zu dem Spielzeitpunkt vorbei. An der Tür werde sie dann vom zuständigen Spielleiter empfangen und beraten. Nach kurzer Einführung in die Story werde die Gruppe zum Raum gebracht und es kann dann gespielt werden. Jede Gruppe habe dann maximal 60 Minuten Zeit, die Missionen zu absolvieren. Sollten die Spieler dann mal nicht weiterkommen, gebe es immer noch den Spielleiter, der Tipps geben kann – auf eine besondere Weise. „Er gibt nicht wie bei anderen Escape Rooms über Walkie Talkie oder Lautsprecher Hinweise“, sagt Fischer. Doch wie genau das dann passiert, wollte er nicht verraten: „Das muss schon jeder selber herausfinden.“

Corona-Pause sinnvoll genutzt

Die Idee für einen Escape Room in Bayreuth hatte Fischer schon länger. Als sie ihm nicht mehr aus dem Kopf ging, wandte er sich an seinen Chef Michael Jobst (57). Dieser betreibt die Firma TC Promotion Event Group in Weidenberg, bei der Fischer auch seine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker absolvierte. Dieser konnte mit der Idee erstmal wenig anfangen: „Ich habe dann lange darüber nachgedacht. Was ist das, brauche ich das und vor allem passt das zu mir.“ Fischer ergriff die Initiative, packte seinen Chef und dessen Frau ein und fuhr mit ihnen in einen Escape Room nach Nürnberg. „Ich habe ihm dann erstmal gezeigt, was das ist“, erzählt er. Nach einiger Überlegungszeit habe sich Jobst dann dafür entschieden, das „Abenteuer Escape Room“ mit Fischer in Angriff zu nehmen. Da beide aus der Veranstaltungsbranche kommen, und aufgrund der Corona-Pandemie „faktisch Berufsverbot“ hatten, konnten sie die Zeit sinnvoll nutzen und um nach einer passenden Location suchen. „Wir sind dann neben der Fabrik fündig geworden. Da wir dort die Technik machen, ist auch persönlicher Kontakt da und das ergänzt sich somit auch gut“, sagt Jobst. Was folgte, war ein kompletter Umbau. Bei der Gestaltung der Räume und des Eingangsbereiches, waren sich beide aber nicht immer einig: „Wir sind natürlich einige Male aneinandergeraten, was machbar ist und was nicht.“ Trotzdem sei es immer eine kreative Findungsphase gewesen, bei der am Schluss beide mit dem Endergebnis sehr zufrieden sind.

Info:

www.bayreuthescape.de

Instagram: bayreuthescape

Facebook: Bayreuth Escape

 

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