Nach der Todesfahrt kreisen Hubschrauber über der Innenstadt. Die Polizei rät der Bevölkerung zunächst, das Zentrum zu meiden. Dann macht die Nachricht die Runde, der Fahrer sei festgenommen worden. Die Erleichterung ist spürbar. In sozialen Netzwerken kursiert ein Video, das die Festnahme zeigen soll. Darauf sind zwei Polizeiautos zu sehen, die einem beschädigten Fahrzeug offenbar den Weg abschneiden. Ein Mann liegt auf dem Boden, drei Männer - vermutlich Sicherheitskräfte - halten ihn fest.
Wieder ein Vorfall mit einem SUV (Sport Utility Vehicles) - schnell werden in Trier Erinnerungen wach an einen schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten in Frankfurt im November. Damals soll ein 38-Jähriger die Kontrolle über seine mächtige Geländelimousine verloren haben.
Stunden nach der Nachricht von der Festnahme hasten noch wenige Menschen an den Geschäften vorbei. Durch die nasskalte Luft dröhnen grell noch einige Polizeisirenen. Von einer „irrsinnigen Tat“ spricht Dreyer. „Das ist ein schlimmer, schrecklicher Tag.“
„Wir werden an der Porta Nigra, die seit 1800 Jahren in dieser Stadt steht, einen Trauerort einrichten“, kündigt Leibe an. Trier brauche nun einen Platz, an dem Menschen ihre Solidarität zeigen könnten.