Tropenhitze Da hilft nur Wasser

Johanna Reinboth

Obwohl die Region liebevoll als bayerisches Sibirien bezeichnet wird, lässt die Hitzewelle auch uns in den nächsten Tagen nicht aus. Aber was können wir an diesen Tagen tun und was gilt es zu beachten?

Wohin geht man am besten, wenn die Hitze kaum mehr zu ertragen ist? Richtig, ins Freibad. Das funktioniert in Hof, Münchberg, Bad Steben, Rehau, Oberkotzau und Naila sowie in den Waldbädern in Schwarzenbach an der Saale und Helmbrechts. Auch an den vielen Seen und Badeteichen im Hofer Land findet man Abkühlungsmöglichkeiten durch einen Sprung ins Nass – etwa am Auensee in Joditz, am Förmitzspeicher bei Schwarzenbach an der Saale und am Hofer Untreusee – wobei kühl bei einer Wassertemperatur von zirka 23 Grad relativ ist .

Wichtig ist auch: trinken, trinken, trinken. Der Körper braucht an heißen Tagen sehr viel Flüssigkeit, „mindestens zwei Liter, aber es können auch bis zu vier Liter sein“, sagt Csaba Palhazi von der Altstädter Apotheke in Hof. Reines Leitungswasser reicht da manchmal nicht aus, da der Körper viele Mineralstoffe verliert – hier sollte man auf Mineralwasser zurückgreifen, zur Not gibt es Magnesium oder Kalium in Pulverform. Von alkoholhaltigen Getränken sollte man lieber die Finger lassen, da sie dem Körper Wasser entziehen.

An Tropentagen dürfen wir auch unsere Haustiere nicht vergessen, die die Hitze ebenso wenig gewöhnt sind wie wir. Hunde dürfen keinesfalls im Auto gelassen werden, und selbst beim Gassigehen sollten wir vorher die Temperatur des Asphalts checken: mit dem Handrücken ein paar Sekunden den Boden berühren – ist es zu heiß, ist es für die Pfoten unseres Vierbeiners ebenfalls unerträglich. Außerdem leiden Vögel und Insekten unter zunehmendem Wassermangel: Um den kleinen Mitbewohnern zu helfen, kann man im Garten oder am Balkon Wassertränken aufstellen.

Wer einen Garten hat, muss an heißen Tagen darüber hinaus auf seine Pflanzen achten. Am besten bewässert man sie „zeitig in der Früh“, weiß Werner Deeg von Garten- und Landschaftsbau Deeg in Hof. Damit weniger Wasser verdunstet, soll man die Beete außerdem regelmäßig mulchen. Da in den nächsten Jahren die Sommer immer trockener und heißer werden, sollte man seinen Garten anpassen: graulaubige Stauden und kleinblättrige Pflanzen sind gegen Wassermangel resistenter und werden in den nächsten Jahren die Gewinner sein. Flachwurzler wie der Rhododendron brauchen viel Feuchtigkeit und werden deshalb seltener werden, sagt Deeg voraus.

 

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