Trotz Insolvenz Nailaer Wiesenfest mit Nailaer Bier

Sandra Hüttner
Ein Prosit auf das süffige Festbier fürs Naalicher Heimat und Wiesenfest mit gut gefüllten Seidla (von links): Brauer Chris Höfker, Bürgermeister Frank Stumpf, Mitgeschäftsführer Gunther Neef, Mirjam Hartmann und Christian Langer von der Landjugendgruppe Marxgrün, Partnerin Nadine Hofmann, Brauereibesitzer Walid Aziz und die Kinder Mathieu und Aimée, Rudi Bodenschatz von der FT und stellvertretender städtischer Bauhofleiter Karl-Heinz Friedrich Foto: /Hüttner

Das Brauhaus steckt in Schwierigkeiten. Aber auch wegen der anstehenden Feste sieht es optimistisch in die Zukunft.

Das Nailaer Heimat- und Wiesenfest steigt heuer vom 9. bis 11. Juli nach zwei Jahren Zwangspause wieder auf dem Gelände der Freien Turner – und dies mit Nailaer Bier vom Frankenwälder Brauhaus.

Die Stimmung im Schalander des Frankenwälder Brauhauses bei der traditionellen Bierprobe ist gelöst, auch wenn ernste Worte gesprochen werden. „Es freut uns, dass wir uns hier nach langer Corona-Zeit wieder zusammenfinden dürfen, wenn auch in schwierigen Zeiten der Brauerei“, sagte Brauereibesitzer Walid Aziz, der von einer turbulenten Phase spricht. „Die Corona-Krise hat uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir gehen gerade keinen einfachen, aber einen ehrlichen Weg und haben Farbe bekannt, dass es uns aktuell nicht gut geht“, erläuterte Aziz. Ihm zur Seite steht Sanierungsgeschäftsführer Gunther Neef, der optimistisch in die Zukunft blickt und sicher ist, die Brauerei gut aus der Insolvenz herausführen zu können. „Der Brauereigeschäftsbetrieb läuft ganz normal: Wir brauen, liefern aus und beliefern Feste“, versicherte Neef und findet es schade, dass so viel getuschelt und gemauschelt werde, man des Öfteren baff über diverse Gerüchte sei.

„Wir freuen uns, dass wir von der Landjugendgruppe Marxgrün die Chance erhalten haben, das Nailaer Heimat- und Wiesenfest mit unserem Festbier unterstützen zu können“, sagte Neef. Die zurückliegenden zwei Jahre seien durch den Ausfall aller Feste und geschlossener Gastronomie keine einfachen gewesen. „Doch jetzt läuft die Gastronomie wieder, und auch die Festsaison hat begonnen. Davon lebt jede Brauerei“, betonte Neef. Er versicherte, dass dies die große Chance für den Fortbestand des Frankenwälder Brauhauses sei und man dankbar über jede Unterstützung sei. „Gemeinsam, Miteinander, Füreinander“, fügt Walid Aziz an.

Bürgermeister Frank Stumpf sagte: „Jetzt sind alle aufgerufen zusammenzuhalten. Wie haben die Zukunft, den Fortbestand in der Hand“, appellierte Stumpf, der sich auf ein schönes Wiesenfest freut.

 

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