Mancher im Raum schluckt heftig. Die Bilder und Worte erschüttern. Es sind Gesichter und Geschichten des Krieges. Da ist Oleksandr, der von russischen Soldaten in einem der Foltergefängnisse in Cherson fast zu Tode geprügelt wird. Da ist der ukrainische Familienvater Vitaliy, der nach seiner Verwundung bereits in der Reha-Phase wieder an die Front zu seiner Brigade zurückkehrt. Und dessen Frau Marianna, die damit hadert, dass ihr Mann bei den Kämpfen sein Leben riskiert, während andere ukrainische Väter nicht in der Armee dienen, sondern zu Hause bei ihren Angehörigen sind. Da ist die Witwe Svitlana, die mit ihren Kindern nach Kiew geflohen ist. Sie hat ihren Mann im Krieg verloren, russische Soldaten misshandelten sie monatelang. Nun will Svitlana in der Hauptstadt einen besonderen Ort der Erinnerung an die Opfer des Krieges schaffen.
Ukraine Der Kriegsreporter aus Oberfranken
Matthias Will 18.08.2025 - 14:00 Uhr , aktualisiert am 19.08.2025 - 11:02 Uhr