Umfrage und Preisvergleich Ist Skifahren zu teuer am Ochsenkopf?

Das Fichtelgebirge als günstige Wintersport-Alternative – gilt das heute noch wie früher? Sagen Sie es uns in der Umfrage. Ein Preisvergleich mit anderen Regionen ist jedoch schwierig.

Am Ochsenkopf gibt es Nordbayerns längste Skipisten – doch auch im vergleichsweise günstigen Fichtelgebirge gehen die Preise stetig nach oben. Foto: Andreas Munder

Skifahren im Fichtelgebirge, das galt lange Zeit als besonders preiswerte Alternative – vor allem mit Blick auf die Alpenregion. Doch steigende Kosten für den Skibetrieb machen auch vor dem nordbayerischen Mittelgebirge nicht halt.

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Die Tage, an denen maschinell erzeugter Schnee die nötige Auflage auf den Pisten schafft, werden häufiger – im Fichtelgebirge genauso wie in vielen anderen Skigebieten. Gleichzeitig war der Seilbahn-Neubau am Ochsenkopf ein Preistreiber. Mit der neuen Kabinenbahn geht es sicherlich bequemer und schneller auf den Wintersport-Berg. Doch natürlich macht sich das auch in den Ticketpreisen zu einem gewissen Teil bemerkbar.

Der Ochsenkopf wird moderner, aber eben auch teurer. Wobei teuer natürlich immer Ansichtssache ist. 35 Euro kostet die Tageskarte in dieser Wintersaison an den Ochsenkopf-Seilbahnen – und damit nur geringfügig mehr als im Vorjahr. Das ist verglichen mit den großen Skigebieten in den bayerischen Alpen und in Österreich tatsächlich noch günstig.

Im Süden ist der Pistenspaß deutlich teurer

Wer zum Beispiel auf Deutschlands höchstem Berg seine Bahnen ziehen will, muss in diesem Winter tiefer in die Tasche greifen. Für ein Tagesticket im Skigebiet Zugspitze werden für Erwachsene 69 Euro fällig. Im vorigen Jahr waren es 66 Euro.

Beim Skipass-Verbund Alpenplus zeigt sich der gleiche Trend. Zahlte ein Erwachsener für das Gebiet Spitzingsee-Tegernsee 2024 pro Tag noch mindestens 49 Euro, sind es heuer bereits 51 Euro. Auch die Pisten am Sudelfeld, Wallberg und im Gebiet Brauneck-Wegscheid gehören zu dem Verbund.

Noch deutlicher wird die Preisdifferenz beim Blick ins benachbarte Österreich: In den hochpreisigen Wintersportorten des Alpenlandes klettern die Preise für Tagespässe über 80 Euro. Wie etwa in St. Anton am Arlberg, wo die Saison am 5. Dezember gestartet ist. Dort kosten solche Tickets in den kommenden Monaten 81,50 Euro, das sind 4,5 Prozent mehr als im vergangenen Winter.

Sechs Tage so teuer wie die ganze Saison

Auch die Sechs-Tage-Tickets werden teurer. Im Zillertal kosten sie für Erwachsene in der Hauptsaison künftig 384 Euro, in Ischgl 359 Euro und auf dem Wilden Kaiser 395 Euro. Damit klettern die Preise für solche Tickets um rund vier Prozent. Das entspricht der zuletzt hohen Inflationsrate in Österreich.

Zum Vergleich: Für einen ähnlichen Preis gibt es im Fichtelgebirge das Ticket für die ganze Saison. 349 Euro werden hier für die Saisonverbundkarte Ochsenkopf Plus fällig, die für alle Lifte im Fichtelgebirge gilt.

Der direkte Vergleich ist natürlich trotzdem schwierig, schließlich gibt es am Ochsenkopf bei weitem nicht die Anzahl an Pistenkilometern, die die großen Skigebiete der Alpen bieten können. Und auch die Schneesicherheit ist ein Kriterium. Die ist in den höher gelegenen Pistenlandschaften Österreichs trotz Klimawandel noch eher gegeben als in einem fränkischen Mittelgebirge – auch damit lassen sich teurere Skipässe rechtfertigen.

Ist das Fichtelgebirge also eine preiswerte Wintersportregion für das, was Skifahrer hier geboten bekommen? Sagen Sie uns, wie Sie das sehen. Über den abgebildeten QR-Code gelangen Sie direkt zu unserer nicht repräsentativen Online-Umfrage. Dort können Sie zu diesem Thema abstimmen. Scannen Sie dafür einfach den Code mit der Kamera Ihres Smartphones. Wir freuen uns über Ihre Meinung.