In den einzelnen Ministerien wird das aber ganz unterschiedlich gehandhabt. Im ersten Halbjahr entfielen der Statistik des Finanzministeriums zufolge mehr als zwei Drittel der Ausgaben (71 Prozent) auf die beiden Ministerien für Inneres und Verkehr. Dahinter folgen Finanzen (9,4 Millionen), Umwelt (9,0), Wirtschaft (8,5), Entwicklung (6,0), Arbeit (5,4), Landwirtschaft (4,3), Justiz (2,4), Familie (2,4), Gesundheit (2,0), Auswärtiges (1,9) und Bildung (0,3).
Der Bundesrechnungshof hat das Engagement von Beratern in der Vergangenheit immer wieder kritisiert. Präsident Kay Scheller sagte der Funke Mediengruppe, ein Ministerium müsse die Notwendigkeit der Leistung gut begründen, den Auftrag im Wettbewerb vergeben und den Erfolg der Beratung nachvollziehbar kontrollieren. Bei der Bundeswehr sei aber in zahlreichen Fällen weder die Notwendigkeit des Beratereinsatzes begründet worden, noch habe die Vergabe im Wettbewerb stattgefunden. "Außerdem muss der Bund sicherstellen, dass es beim Einsatz externer Berater nicht zu Interessenskonflikten kommt", sagte Scheller.