Reiskirchen (dpa/lhe) - Braune Blätter, lichte Kronen und zunehmende Kahlflächen - wenn Petra Hinkel im Bleiwald ihres Heimatortes Reiskirchen-Ettingshausen unterwegs ist, wird ihr das Herz schwer. "Es ist ein Trauerspiel", sagt die 67-Jährige. Der Klimawandel hinterlässt in dem rund 200 Hektar großen Privatwald, seit drei Generationen ihrer Familie gehört, immer tiefere Spuren. In diesem Jahr haben die Dürre und Temperaturen von bis zu 40 Grad vielen der jungen Bäumchen, die ihr Mann Ernst und sie hier in den vergangenen Jahren gepflanzt haben, endgültig den Rest gegeben. Doch Aufgeben ist für das Paar keine Option.