Unfall am Saaleabstieg der A9 Beteiligter mit Haftbefehl gesucht

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Zu einem Auffahrunfall ist es am Mittwoch um 18.43 Uhr auf der A9 am sogenannten Saaleabstieg, kurz vor der Landesgrenze zu Thüringen, gekommen. 

Wie die Beamten der Autobahnpolizei aus Hof bei der Unfallaufnahme feststellten, war der 61-jährige Fahrer eines Sattelzugs auf dem rechten Fahrstreifen mit nahezu 100 km/h unterwegs gewesen, obwohl der Streckenabschnitt für ihn auf 60 km/h begrenzt ist. Ein Kleintransporter, der von einem 32-jährigen Kraftfahrer gelenkt wurde, fuhr vor dem Sattelzug ebenfalls auf dem rechten Fahrstreifen und musste verkehrsbedingt abbremsen.

Um nicht aufzufahren, versuchte der 61-Jährige noch nach links auszuweichen und streifte dabei den Kleintransporter mit seiner Zugmaschine. Durch den plötzlichen Fahrstreifenwechsel konnte ein 29-jähriger Mann, der mit seinem BMW auf der mittleren Spur unterwegs war, seinerseits einen Auffahrunfall mit dem Sattelzug nicht mehr vermeiden.

Verletzt wurde niemand, jedoch beziffern die Beamten den Sachschaden auf rund 25.000 Euro. Der Unfallverursacher musste zunächst für die festgestellten Ordnungswidrigkeiten eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Durch eine Überprüfung am Polizeicomputer kam anschließend noch ein offener Haftbefehl der Justiz gegen den 61-jährigen Mann zutage. Durch eine sofortige Zahlung der dort geforderten 1500 Euro blieb dem Mann jedoch ein 30-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart.

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