Unfall bei Münchberg Hochschwangere, Vater und Kind von A9 geschleudert

Eine Autofahrerin rammt am Sonntagabend auf der A9 bei Münchberg das Fahrzeug einer Familie. Die Mutter im Wagen ist hochschwanger.

Der 33-jährige Familienvater und Fahrer des Skoda aus dem Landkreis Konstanz war mit seiner 32-jährigen Ehefrau sowie dem vierjährigen Sohn auf der A9 unterwegs in Richtung Süden. Die Frau ist im achten Monat schwanger.

Gegen 18.50 Uhr wurde der Wagen plötzlich vom Auto einer 31-jährigen Frau aus Zwickau gerammt. Diese  war auf dem linken Fahrstreifen unterwegs gewesen und dann nach ganz rechts gefahren. Sie hatte sich wohl hinter dem Skoda der Familie einreihen wollen, wie die Hofer Verkehrspolizei am Montagmorgen berichtet.

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Die 31-jährige Frau aus Sachsen hatte aber die Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt und so den Skoda der Familie geramamt. Durch den Anstoß wurde der Skoda nach rechts von der Fahrbahn geschleudert. Er fuhr an einer Böschung entlang und blieb nach über 200 Metern auf der Fahrerseite liegen.

Die Unfallverursacherin verlor ebenfalls die Kontrolle über ihrren Renault und krachte gegen die Leitplanke. Stark beschädigt kam der Wagen auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. 

Großeinatz: Mehrere Polizeifahrzeuge, die Feuerwehren aus Selbitz und Lipperts sowie vier Rettungsfahrzeugen und zwei Notärzte rückten an.

Die Unfallverursacherin sowie ihr 37-jähriger Begleiter blieben unverletzt. Die dreiköpfige Familie kam mit Rettungsfahrzeugen zur Abklärung in das Klinikum Bayreuth. Nach derzeitigem Stand (Montag: 10.30 Uhr) ist das Ungeborene außer Gefahr. Die drei Familienmitglieder kamen mit leichten Blessuren davon und hatten laut Polizei Glück im Unglück.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei der Unfallverursacherin einen Alkoholwert von 0,34 Promille durch einen Test fest. Außerdem befindet sich die Frau aus Sachsen wohl in einem Drogen-Ersatz-Programm.

Die eingeschaltete Staatsanwaltschaft Hof ordnete eine Blutentnahme an. Der Führerschein der 31-Jährigen wurde sichergestellt, die Unfallfahrzeuge beschlagnahmt sowie ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die Unfallstelle war vier Stunden komplett gesperrt. Es kam zeitweise zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Den Schaden beziffern die Beamten bei einer ersten Schätzung auf 35.000 Euro.