Uni Campus Neuer Studiengang lockt nach Kulmbach

Symbolbild Foto: picture alliance/dpa/Bernd Wüstneck

Der deutschsprachige Studiengang lockt vor allem junge Menschen aus Bayern nach Kulmbach. Jetzt fehlt nur noch genügend Platz.

Kulmbach - Ab Oktober erweitert die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Bayreuth (UBT) ihr Programm um einen deutschsprachigen Bachelorstudiengang und schafft damit ein attraktives und zukunftsorientiertes Angebot für jungen Menschen in der Region und darüber hinaus. Die Verantwortlichen sind mit der bisherigen Anzahl und Qualität der Bewerbungen äußerst zufrieden. Kreative Raum-Lösungen werden den Studienstart zu etwas Besonderem machen.

Waren die bisher gestarteten englischsprachigen Masterstudiengänge vor allem für internationale Studierende interessant, zieht der neue deutschsprachige Bachelor „Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften“ offenbar vor allem junge Menschen aus ganz Bayern an.

Dem eigentlichen Start geht ein anspruchsvoller Bewerbungsprozess voraus. Sind alle formalen Kriterien erfüllt, erfolgt die fachliche Begutachtung der Bewerber in einem zweistufigen Eignungsfeststellungsverfahren: einer Bewertung der Abiturnoten inklusive anderer Zusatzqualifikationen sowie einem Eignungsgespräch.

Der Großteil der über hundert Bewerber konnte durch gute schulische Leistungen und bisher erworbenen Qualifikationen überzeugen. Insgesamt wurden 76 Zulassungen ausgesprochen. Wie viele Erstsemester tatsächlich kommen werden, wird sich erst zum Vorlesungsstart im Oktober zeigen. Es ist davon auszugehen, dass die Annahmequote hoch ausfallen wird, schließlich gibt es in ganz Deutschland kaum vergleichbare Studiengänge. Prof. Dr. Stephan Clemens, Gründungsdekan der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit erklärt: „Ernährung ist eines der großen Zukunftsthemen. Mit dieser Überzeugung entwickeln wir unsere Studiengänge in Kulmbach. Wir freuen uns sehr, dass sich auf Anhieb so viele junge Menschen für dieses Angebot interessieren und sich auf das Abenteuer einlassen wollen, an einem neuen Standort ein bisher so in Deutschland nicht existierendes Studium aufzunehmen. Alle geben ihr Bestes, damit dieses Abenteuer gelingen kann und ein erfülltes, anregendes Studienerlebnis in Kulmbach möglich wird.“

Dazu gehört auch, aus der angespannten Raumsituation das Beste zu machen. So hat die UBT das Kino in Kulmbach bereits für Vorlesungen angemietet, außerdem Räume beim BRK, der VHS und sogar die Stadthalle. Am Campus in Kulmbach hofft man, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleibt und die Erstsemesterbegrüßung sowie andere Kennenlern- und Orientierungsangebote in Präsenz stattfinden können.

Die Stadtführung durch Kulmbach ist bereits gebucht und auch die Studierenden vor Ort haben sich einiges einfallen lassen, um die Neuen willkommen zu heißen. Geplant sind beispielsweise eine interaktive Stadtrallye, ein Running Dinner und Fragestunden mit vielen Tipps aus erster Hand zum Thema „Studieren in Kulmbach“.

Prof. Christian Fikar, Professor für „Food Supply Chain Management“ und Studiengangsmoderator des Bachelorstudiengangs „Lebensmittel- und Gesundheitswissenschaften“ freut sich auf die neuen Studierenden: „Unsere Bewerber begeisterten uns bereits bei den Infoveranstaltungen und Auswahlgesprächen. Wir können es kaum noch erwarten, bis wir sie endlich persönlich begrüßen dürfen.“

Weiter schwierig bleibt die Unterbringung der Studierenden – die Verantwortlichen in Kulmbach rechnen mit etwa 150-180 Studierenden aller drei Studiengänge, die ab Herbst in Kulmbach studieren werden. Da das Studierendenwohnheim in Kulmbach bereits belegt ist, wird der privaten Wohnungsmarkt immens wichtig. Gesucht werden nach wie vor Ein-Zimmer-Apartments sowie größere Wohnungen für WGs und Familien mit guter ÖPNV-Anbindung. Bei Rückfragen zu dem Thema steht Doris Pfaffenberger zur Verfügung: campus-kulmbach@uni-bayreuth.de und Tel: 09221-4071002. Wohnungsangebote können auch direkt an das Studentenwerk Oberfranken gemeldet werden (Frau Weiß, 0921 5559-54, birgit.weiss@studentenwerk-oberfranken.de ). red

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