Unwetter Brände, volle Keller, umgestürzte Bäume

Ein Schauspiel der anderen Art bot sich am Donnerstag an der Luisenburg. Foto: Gerd Pöhlmann

Im Hofer Land und den angrenzenden Regionen hatten die Einsatzkräfte mächtig Arbeit. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

 
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Der Landkreis Hof und die Stadt sind weitgehend vom Unwetter verschont geblieben. Wie der Landkreis Hof berichtet, rückten die Feuerwehren 47 Mal aufgrund der schweren Gewitter und des starken Regens aus. Verletzt wurde im gesamten Hofer Land zum Glück niemand.

Der größte Feuerwehreinsatz fand im Rehauer Gemeindeteil Wurlitz statt. Hier brannte nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines landwirtschaftlichen Anwesens. Eine Bewohnerin wurde wohlauf gerettet. Das Feuer war schnell unter Kontrolle. Der Strom jedoch blieb auf Grund verschmorter Elektroteile über Nacht aus. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 40000 Euro.

Ein weiteres Feuer in Rehau brach gegen Mitternacht in der Regnitzlosauer Straße aus. Ein Baum stürzte auf eine Stromleitung. Dadurch entstand ein Lichtblitz, der an der Laube des Tierzuchtvereins einen Sachschaden in Höhe von 500 Euro verursachte. Weder Mensch noch Tier wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Im gesamten Landkreis pumpten die Einsatzkräfte 25 überflutete Keller leer, kümmerten sich um acht überschwemmte Fahrbahnen und beseitigten vier umgestürzte Bäume.

Turbulent ging es auf der Luisenburg zu. Die Luisenburg-Premiere des Broadway-Klassikers „Caveman“ musste abgebrochen werden. Schwere Gewitter machten Theater auf der Felsenbühne unmöglich.

Eine gute Stunde kämpfte sich Martin Luding am Donnerstag durch die Irrungen und Wirrungen von Beziehungskisten und die geheimnisvolle Welt von besten Freundinnen, Shopping und Sex, als schwere Gewitter über die Luisenburg hereinbrachen.

Nach einer kurzen Pause gab Birgit Simmler, künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele, bekannt, das Stück aus Sicherheitsgründen abzubrechen.

Das Premierenpublikum hat jedoch die Möglichkeit, „Caveman“ am 5. Juli oder am 2. August zu sehen. Die Tickets können umgetauscht werden, kündigte Simmler an.

Und auch die Straßen blieben nicht verschont. Nichts ging mehr in der Nacht zum Freitag auf der A 9 im Bereich der Schiefen Ebene zwischen den Anschlussstellen Marktschorgast und Himmelkron in Fahrtrichtung Hof. Durch den Gewitterregen hatte sich eine Schlammlawine gelöst.

Die vielen Tonnen Schlamm und Gestein mussten von der Autobahnmeisterei geschaufelt, die Fahrbahn schließlich wieder gereinigt werden. Aufgrund der Sperrung bildete sich zügig ein Rückstau bis über die Anschlussstelle Bindlacher Berg hinaus, heißt es im Polizeibericht. Im Stau kam es darüber hinaus dann auch noch zu mehreren kleinen Auffahrunfällen und seitlichen Berührung zwischen Verkehrsteilnehmern. .

In Marktschorgast musste der Bauhof ein junges Pärchen aus einer Notlage befreien. Die beiden waren wegen der gesperrten Autobahn auf Landstraßen ausgewichen. Das ging gehörig schief. „Sie sind auf einem Feldweg gelandet und in den Matsch gerutscht. Sie saßen bis zu den Knien im Morast“, berichtet Bürgermeister Benker. Ein Unimog zog die beiden wieder in die Spur.

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