Für 2026 geplante Hinrichtungen in Tennessee gestoppt
Der republikanische Gouverneur Bill Lee habe nach der gescheiterten Hinrichtung am späten Mittwoch entschieden, alle für den Rest des Jahres 2026 geplanten Hinrichtungen zu stoppen und eine "umfassende Überprüfung durch eine unabhängige dritte Partei" angeordnet, um genau festzustellen, was vorgefallen sei, berichten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf eine Stellungnahme des Gouverneurs.
"Die Vollstreckung eines rechtmäßig verhängten Urteils gehört zu den wichtigsten Verantwortlichkeiten des Staates, und die Menschen in Tennessee erwarten, dass dies auf eine Weise geschieht, die nicht nur rechtmäßig und verfassungsgemäß ist, sondern auch wirksam," so Lee in der Stellungnahme.
Fehlgeschlagene Hinrichtungen in den USA kein Einzelfall
Neben der im Mai in Tennessee fehlgeschlagenen Hinrichtung kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Vollstreckungen, die entweder gescheitert oder qualvoll verlaufen sind. Oft scheitern Hinrichtungen daran, dass es dem Gesundheitspersonal nicht gelingt, die nötige Kanüle zu legen oder eine Vene zu finden, wie beispielsweise 2022 in Alabama oder 2024 in Idaho. Die Giftspritze ist in den USA die häufigste Hinrichtungsmethode. Seit 2024 ist in mehreren Bundesstaaten auch eine Hinrichtung mit Stickstoff erlaubt, was in der Praxis zu einem qualvollen Todeskampf der Verurteilten führt.
Pike war 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet.