Vakantes Ehrenamt FGV Wunsiedel sucht neuen Vorsitzenden

Wandern, Geselligkeit und die Liebe zur Natur: Das macht den Fichtelgebirgsverein aus. Das Bild zeigt Mitglieder der Ortsgruppe Wunsiedel mit Vorsitzender Anita Beier (Mitte, hinten) bei einem Freitagsausflug Foto: /pr.

Anita Beier will das Amt der Vorsitzenden nach zehn Jahren abgeben. Doch eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger ist bislang nicht in Sicht.

Wunsiedel - Viel Liebe zum Wandern, Geselligkeit und Naturschutz – das sind Eigenschaften die laut Vorsitzender Anita Beier den Fichtelgebirgsverein ausmachen. Allerdings plagt sie aktuell eine große Sorge: das gefährdete Fortbestehen der Stamm-Ortsgruppe Wunsiedel. Denn am 14. August stehen Neuwahlen an, unteranderem die des oder der Vorsitzenden, und bisher hat sich noch niemand gefunden, der sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt.

Ideal wäre Ehepaar

Anita Beier ist selbst seit 2011 Vorsitzende und möchte nach zehn Jahren das Amt niederlegen: „Ich sag nicht, dass ich gar nichts mehr machen will. Doch mein Handicap ist einfach der Computer. Alles läuft jetzt digital, und ich hab weder einen PC noch will ich mich in meinem Alter damit auseinandersetzen.“ Sie fände es gut, wenn sich ein Ehepaar für den Vorstand aufstellen lassen würde, da man zu zweit auch viel besser Hand in Hand arbeiten könne. Dadurch läge der Stress nicht nur auf den Schultern einer einzigen Person.

Um Interessenten gleich einen Vorgeschmack geben zu können, gewährt Beier einen Einblick in das Aufgabenfeld: „Als Vorsitzender organisiert man verschiedene Wanderungen, zum Beispiel unsere Freitags-Ausflüge. Dabei bleibt die Gestaltung der jeweiligen Person frei überlassen. Zudem veranstaltet man einmal im Monat Vereinsabende bei denen verschiedene Referenten abwechslungsreiche Reisen vorstellen. Ab und zu sind am Wochenende Sitzungen, die man als Vorsitzender wahrnehmen sollte. Man ist auch nicht alleine, da sich die Aufgaben auf vier Vorstandsmitglieder verteilen.“

Auflösung droht

Anita Beier meint, es wäre schön, wenn sich einfach jemand per Telefon melden würde und sich für die Vorstandsarbeit detaillierter interessiere. Man könne auch Leute vorschlagen, die sich für die Aufgabe eignen würden – auch wenn es vorerst nur als zweiter Vorsitzender wäre.

Das eigentliche Problem wäre laut Beier jedoch, wenn sich gar kein Vorstand finden würde und sich die Ortsgruppe irgendwann auflösen müsste. Zwar könne jemand für den Anfang die Aufgaben des Vorsitzenden kommissarisch übernehmen, doch sei dies keine dauerhafte Lösung. „In diesem Fall gäbe es weniger Ausflüge und Vereinsabende, was auch nicht schön für den Verein ist.“

Beiers Gefühlslage ist daher eher trist: „Ich bin traurig, dass sich keiner meldet. Außerdem fehlen uns auch Leute im mittleren Alter, die das Vereinsleben aufmischen. Wir wandern jeden Freitag, und niemand braucht sich zu fürchten mitzukommen! Man lernt neue Leute kennen, hat viel Spaß und verbringt die Zeit in einer geselligen Runde.“ Alles in allem hofft Anita Beier auf interessierte Mitglieder, die sich einfach mal bei ihr erkundigen und dadurch die Ortsgruppe Wunsiedel am Leben halten.

 

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