Crimmitschau/Selb - Das Thema Wettbewerbsverzerrung ist in der Chefetage der DEL2 und bei einigen gut situierten Vereinen zwar weiter ein Tabuthema. Für den VER Selb hat es aber eine neue Dimension erreicht. Mit gerade einmal neun Feldspielern – also der Mindestspielstärke – und zwei Torhütern machten sich die von 14 Ausfällen geplagten Wölfe auf die Reise zu den Eispiraten Crimmitschau. Unter ihnen auch wieder Dennis Schiener, der just am Dienstag seinen 31. Geburtstag „feierte“, eigentlich schon Eishockey-„Rentner“ ist und bis Mittag noch in der Arbeit war. Zumindest die Hausherren, die einer von Selb gewünschten Spielverlegung nicht nachkommen wollten, durften sich diebisch freuen: Sie hatten leichtes Spiel, gegen einen extremst geschwächten Gegner zu leichten Punkten zu kommen. Für die Wölfe dagegen lag der Spaßfaktor bei der 0:8 (0:3, 0:5, 0:0)-Niederlage einmal mehr unter Null.