VER Selb Das nächste Eigengewächs bleibt an Bord

Ein robuster Verteidiger, der in der Oberliga viele Gegner bremste: Mauriz Silbermann (rechts). Foto: / Mario Wiedel

Mauriz Silbermann spielt auch in der DEL2 für die Wölfe. Der 21-Jährige hat im Oberliga-Meisterteam an der Seite von Kapitän Florian Ondruschka eine starke Saison gespielt – und will sich nun auch eine Liga höher beweisen.

Selb - Erst Ben Böhringer, dann Max Gimmel und nun Mauriz Silbermann – der VER Selb geht mit dem nächsten Eigengewächs den Weg in die DEL2. Das teilte der Verein am Montag mit. Der 21-Jährige, der aus dem Selber Nachwuchs entstammt, wagt dabei den Schritt in die zweithöchste deutsche Eishockey-Spielklasse. Ganz zur Freude von Trainer Herbert Hohenberger: „Die DEL2 ist für Mauriz sicher ein Experiment. Aber er ist körperlich fit und stark. Und auch seine Cleverness und Intelligenz werden ihm zugute kommen.“

Mauriz Silbermann, ein 2000er-Jahrgang, der aus dem Nachwuchs des VER entstammt und dessen Vater Marc früher auch in der ersten Mannschaft gespielt hat, hat eine phänomenale Saison 2020/21 hingelegt. An der Seite des erfahrenen Kapitäns Florian Ondruschka spielte er alle Partien in der Oberliga und der Aufstiegsrunde – und zwar als Stammspieler in der ersten oder zweiten Reihe. Zudem war er auch hin und wieder Vorlagengeber für die Selber Angreifer. Beispielsweise im entscheidenden Spiel um den Titel in der Oberliga Süd gegen die Eisbären Regensburg, als Silbermann am wegweisenden 1:0 durch Jan Hammerbauer beteiligt war. „Ich bin sehr zufrieden, habe viel Eiszeit bekommen, bin verletzungsfrei geblieben und durfte jedes Spiel dabei sein“, blickt Silbermann erfreut auf die vergangene Spielzeit zurück. „Außerdem hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, Teil dieses Teams zu sein und die Saison mit der Meisterschaft zu krönen“, betont Silbermann.

Der 21-Jährige war ohne Frage ein wichtiger Mosaikstein der Oberliga-Meistermannschaft und als feste Stütze der Defensive an dem Aufstieg in die DEL 2 mit beteiligt – immerhin stellten die Wölfe in der Süd-Staffel die beste Abwehr. Das sieht auch der VER-Coach so. „Ich war letzte Saison sehr, sehr zufrieden mit ihm. Unter den Selber Jungs hat Mauriz sicher den größten Schritt gemacht und sich zum Stammspieler in der Oberliga entwickelt.“ Und der Reifeprozess des jungen Eigengewächses soll auch eine Klasse höher weitergehen. Hohenberger: „Er ist ein absolut verlässlicher junger Verteidiger und wir werden weiter auf ihn bauen.“

Vielleicht bildet Mauriz Silbermann auch in der anstehenden DEL2-Saison 2021/22 mit Florian Ondruschka wieder ein Defensivduo. Hohenberger sagt jedenfalls: „Mauriz hat an der Seite von Florian eine sehr konstante Saison gespielt. Die beiden haben sich sehr gut ergänzt.“ Mit Silbermann und Ondruschka, den drei Neuzugängen Nick Walters, Brad Ross und Philipp Halbauer sowie Lukas Slavetinsky und Benedikt Böhringer hat der VER Selb nun sieben Verteidiger im Kader.

Silbermann will sich auch in der DEL2 durchbeißen, wie schon in der Oberliga sein Bestes geben – und von Spiel zu Spiel dazulernen. Daran glaubt auch sein Trainer. Und der 21-Jährige hat einen großen Wunsch: wieder vor Fans zu spielen. „Die Geisterspiele waren sehr ungewohnt. Das war eine komplett andere Atmosphäre. Auf der anderen Seite waren wir aber alle froh, dass wir überhaupt weiterspielen konnten. Die Fans haben uns mit ihren außergewöhnlichen Aktionen immer wieder das Gefühl vermittelt, dass sie – obwohl sie nicht in die Halle konnten – hinter uns stehen“, betont Silbermann.

Nun freuen sich alle schon auf das erste Vorbereitungsspiel in der heimischen Netzsch-Arena, wenn am 11. September die Dresdner Eislöwen zu Gast sind. Mauriz Silbermann wird dann wieder das Selber Trikot mit der Nummer zwei tragen.

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