VER Selb: Deske (Kümpel) – Ondruschka, Silbermann, Kolb, Müller, Kremer, Böhringer – Piwowarczyk, Mudryk, Geisberger, Moosberger, Gare, Dorr, Schiener, Hördler, Neumann.
Schiedsrichter: Fröhlich (Rosenheim). – Zuschauer: 690. – Tore: 2. Min. Piwowarczyk (Mudryk, Silbermann) 0:1, 9. Min. Rohrbach 1:1, 21. Min. Müller (Mudryk, Dorr) 1:2, 24. Min. Mudryk (Dorr, Müller) 1:3, 27. Min. Kolb (Dorr, Gare; 4-5) 1:4, 30. Min. Feuerecker (5-3) 2:4, 32. Min. Gohlke (5-4) 3:4, 52. Min. Dorr (Mudryk) 3:5, 59. Min. Dorr (Moosberger, Gare; eng) 3:6. – Strafminuten: Peiting 8 + 10 für Kostourek, Selb 16 + 10 für Hördler + 5 + Spieldauer für Kremer.


In einem munteren, sehr abwechslungsreichen ersten Drittel war VER-Keeper Deske nach einer Unachtsamkeit seiner Vorderleute vom ersten Bully weg bereits nach zwölf Sekunden das erste Mal gefordert. In Führung gingen aber die Wölfe nach zwei Minuten. Der zuletzt grippegeschwächte und etwas glücklose Piwowarczyk erhielt nach einem Silbermann-Schuss von Mudryk die Scheibe aufgelegt und verwandelte trocken zum 0:1. Dorr und Müller hatten für die Gäste sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Nach neun Minuten schlug dann aber Peiting zurück. Rohrbach ließ im Nachschuss dem Selber Keeper keine Chance. Die große Möglichkeit zur erneuten Führung hatte der VER in der elften Minute durch Hördler, der im Powerplay aber am stark reagierenden ECP-Torwart Hechenrieder scheiterte.
Im zweiten Drittel legten die Wölfe einen Blitzstart hin. Gerade einmal 53 Sekunden waren gespielt, da traf Verteidiger Müller zum 1:2. Und die Thom-Schützlinge waren nun so richtig in Spiel- und Torlaune. In der 24. Minute erhöhte Mudryk, der vor dem Tor einen Peitinger Spieler anschoss, auf 3:1 für die Wölfe. Und weitere drei Minuten später gelang sogar ein Treffer in Unterzahl. Kolb erkämpfte sich die Scheibe im eigenen Drittel, spielte einen Doppelpass mit Dorr und ließ die etwa 50 mitgereisten VER-Fans zum vierten Mal jubeln.

Ein kleiner Bruch ins Selber Spiel kam nach 29 Minuten. Zunächst musste Hördler auf die Strafbank, 30 Sekunden später war für Kremer die Partie beendet. Der junge Verteidiger hatte einen Peitinger Spieler in die Bande gecheckt und wegen Verletzungsfolge eine Spieldauerstrafe aufgebrummt bekommen. Die Peitinger nutzten ihr doppeltes Überzahlspiel gnadenlos aus zum 4:2-Anschlusstreffer. Und in der 32. Minute gelang dem Gastgeber durch Gohlke das nächste Powerplay-Tor. Peiting war zurück im Spiel, das nun für einige Zeit immer hitziger wurde. Vor allem Selber Spieler fanden sich immer häufiger auf der Strafbank wieder, wobei die Entscheidungen von Schiedsrichter Fröhlich nicht immer ganz verständlich waren.

Im Schlussdrittel beruhigten sich die Gemüter. Die Wölfe kontrollierten wieder das Geschehen auf dem Eis, münzten ihre Überlegenheit zunächst aber nicht in Tore um gegen eine Peitinger Mannschaft, die immer wieder Nadelstiche setzte. Dann aber schlugen die Selber in Person von Dorr doch noch einmal zu. Die Vorentscheidung hatte kurz darauf Piwowarczyk auf dem Schläger, er scheiterte aber am überragend reagierenden Hechenrieder. Eine Minute vor der Schlusssirene machten die Wölfe aber doch den Sack zu. Dorr traf ins verwaiste Peitinger Tor.

„Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet“, freute sich VER-Trainer Henry Thom bei der Euroherz-Eiszeit über die drei Punkte. Die kommen gerade recht vor dem harten Programm mit den Spielen am Freitag gegen Landshut und am Sonntag in Regensburg. „Wir sind bereit“, strahlt Thom viel Zuversicht aus.