VER Selb Eine zähe Generalprobe

Die Icefighters Leipzig wehrten sich am Sonntag nach Kräften gegen die Selber Wölfe, wie hier Patrick Fischer (links) an der Bande gegen VER-Stürmer Sam Verelst. Foto: Mario Wiedel

Der Eishockey-Oberligist VER Selb beendet die Vorbereitung mit dem fünften Sieg im fünften Testspiel. Gegen Leipzig war am Sonntag aber viel Luft nach oben.

VER Selb: Weidekamp (Mnich) - Slavetinsky, Hoffmann, Silbermann, Linden, Otte, Wenisch - Verelst, Snetsinger, Möchel, Gare, Miglio, Deeg, Hammerbauer, Schiener, Geisberger, Zimmermann, Klughardt, Hechtl, Hirschberger.

Schiedsrichter: Noeller. - Zuschauer: keine. - Tore: 30. Min. Snetsinger (Verelst, Möchel) 1:0, 40. Min. Gare (Miglio, Deeg) 2:0), 43. Min. Snetsinger (Geisberger, Slavetinsky; 5-4) 3:0. - Strafminuten: Selb 10, Leipzig 4.

Die Generalprobe für den Saisonstart war eine mühsame und zähe Angelegenheit für den VER Selb. Die Hausherren taten sich im dritten Geisterspiel in der Netzsch-Arena sehr schwer gegen den mit einem Minikader angereisten Nord-Oberligisten, ehe am Ende ein 3:0-Erfolg an der Anzeigetafel stand. Die Mannschaft von Trainer Herbert Hohenberger beendete damit die Vorbereitung mit fünf Siegen aus fünf Partien und kann trotz der nicht gerade berauschenden 60 Minuten vom Sonntagabend voller Selbstbewusstsein am Freitag den Oberliga Süd-Titelverteidiger Eisbären Regensburg zum ersten Punktspiel empfangen.

Die Wölfe hatten sich die Aufgabe im Unterbewusstsein wohl etwas leichter vorgestellt nach dem deutlichen 8:1 vom Freitag und dem Blick auf die Kadergröße der Leipziger. Die Sachsen wollten sich aber besser aus der Affäre ziehen als vor zwei Tagen, verteidigten leidenschaftlich und kamen zunächst auch zu den besseren Möglichkeiten. Zumindest VER-Keeper Michel Weidekamp verrichtete seinen Job aber tadellos - wie am Freitag schon sein Konkurrent um die Nummer eins, Florian Mnich. "Auf der Torwartposition haben wir ein Luxusproblem", stellte auch VER-Marketingleiter Thomas Schramm auch nach den ersten 20 Minuten fest.

Aber auch die Gäste hatten mit Patrick Glatzel eine exzellente Nummer eins zwischen den Pfosten. Seine größte Tat vollbrachte der Ex-Sonthofener in der 14. Minute gegen den frei vor ihm auftauchenden Nicholas Miglio. Der US-Boy war ebenso wieder an Bord wie Herbert Geisberger. Dafür musste Hohenberger auf Ben Böhringer, Kapitän Florian Ondruschka (Adduktorenprobleme) und nach wenigen Minuten auch auf den angeschlagenen Dennis Schiener verzichten.

Auch im zweiten Spielabschnitt agierten die Wölfe etwas schlampig und zu ungenau im Spielaufbau gegen die sich tapfer wehrenden Leipziger, die in der 29. Minute Pech hatten. Nach einem Schuss von Robin Slanina klopfte die Scheibe ganz leicht am Pfosten des Selber Tores an. Nur 60 Sekunden später machte es auf der Gegenseite Brad Snetsinger nach feinem Pass von sam Verelst genauer - und es stand 1:0 für den VER. Viel besser und flüssiger wurde das Spiel der Hausherren aber nicht, auch wenn Steven Deeg nach 36 Minuten eine ganz dicke Möglichkeit zum 2:0 hatte, aber an Glatzel scheiterte. Erst 50 Sekunden vor der zweiten Pause fiel durch Lanny Gare doch der zweite Treffer für die Wölfe. Auch im Schlussdrittel blieb das Niveau überschaubar. Die Wölfe waren lediglich im Powerplay durch Snetsinger, der später vorzeitig in die Kabine musste, noch einmal erfolgreich. Auf der Gegenseite verhinderte Weidekamp mehrmals den eigentlich verdienten Ehrentreffer für die Gäste. Andreas Pöhner

VER Selb -

Icefigthers Leipzig

3:0

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