VER Selb Noch eine Verstärkung in der Offensive

Stürmer Feodor Boiarchinov wechselt von den Lausitzer Füchsen in den Wolfsbau.

Die Selber Wölfe haben nochmal am Transfermarkt zugeschlagen und investieren weiter in Qualität, Kadertiefe sowie die Zukunft: Der 27-jährige Angreifer Feodor Boiarchinov bringt die Erfahrung von über 350 DEL2-Spielen mit und erhält einen Vertrag, der auch für die kommende Saison Gültigkeit besitzt. Seit der Saison 2017/2018 ging der Rechtsschütze für die Lausitzer Füchse auf Torejagd.

Der gebürtige Berliner durchlief den Nachwuchs der Eisbären Berlin und spielte dort auch schon unter anderem mit seinem zukünftigen Mannschaftskollegen Richard Gelke zusammen. Sein Weg in der zweithöchsten deutschen Spielklasse führte ihn von den Hannover Indians über die Dresdner Eislöwen, wo er zusammen mit Lukas Slavetinsky im Kader stand, und die Kassel Huskies zu den Lausitzer Füchsen. Zuletzt erhielt Feodor in Weißwasser nicht mehr das Vertrauen und die nötige Eiszeit, sich zu zeigen. Das soll sich in Selb ändern, denn bei den Selber Wölfen soll und wird er Verantwortung übernehmen.
 
Feodor sowie seine Frau Helga – die beiden gaben sich am vergangenen Donnerstag das Jawort – freuen sich jedenfalls schon riesig auf die neue Heimat: „Ich stand mit Selb schon länger in gutem Kontakt und jetzt ging alles ganz schnell. Meine Frau und ich erwarten bald Nachwuchs, was auch ein ausschlaggebender Punkt für Selb war: Wir bevorzugen die ländliche Gegend. Lukas Slavetinsky, mit dem ich in Dresden zusammengespielt habe, hat mich ein paar Mal angerufen und mir nur Gutes über den VERein und das Team erzählt. Das hat mich letztendlich überzeugt. Slava hat schon so viel erlebt. Wenn er sagt, dass alles top ist, dann stimmt das auch! Jetzt möchte ich endlich wieder meine Leistung auf dem Eis abrufen und mein Können zeigen dürfen, schließlich will ich im Trikot der Selber Wölfe mein 400. DEL2-Spiel bestreiten.“

Feodor beschreibt sich selbst als aggressiven Stürmer, der keinem Zweikampf aus dem Weg und auch dorthin geht, wo es wehtut: Vors gegnerische Tor. „Ich bitte die Fans aber um etwas Geduld. Ein paar Spiele werde ich schon brauchen, um wieder richtig reinzukommen“, sagt er. „Aber spätestens zu den Playoffs möchte ich mich in absoluter Topform präsentieren.“ Dass Feodor den Selber Wölfen weiterhilft, davon ist Headcoach Herbert Hohenberger überzeugt: „Mit Feo bekommen wir neuen Schwung in die Offensive, er bringt viel Erfahrung aus der DEL2 mit und kann als Center oder Rechtsaußen eingesetzt werden. Ich freue mich sehr, dass es mit seiner Verpflichtung geklappt hat. Er wird sehr gut ins Team passen, kennt auch schon ein paar seiner neuen Mitspieler und wird einen neuen Impuls in die Mannschaft bringen.“

Feodor, mit 27 Jahren im besten Eishockey-Alter, soll nicht nur kurzfristig helfen. „Feo ist im Gegensatz zu vielen anderen Spielern, die auf dem Markt sind, voll im Eistraining. Das war mir sehr wichtig, denn wir benötigen eine gute Kadertiefe für die laufende Saison. Man weiß nie, ob noch der ein oder andere Verletzte dazukommt, da macht es sich immer gut, einen erfahrenen Spieler wie Feo zusätzlich im Kader zu haben. Und für die Zukunft soll Feo eine tragende Rolle bei uns übernehmen. Wir hatten gute Gespräche, ich freue mich auf ihn“, sagt Hohenberger.
 
 

 
 

Bilder